Beschäftigte der Universitätsklinik in Köln ziehen in einem Demonstrationszug durch die Stadt und streiken. | dpa

Öffentlicher Dienst Warnstreiks an mehreren Unikliniken

Stand: 16.11.2021 12:26 Uhr

Im Tarifstreit mit den Ländern erhöht die Gewerkschaft ver.di den Druck. Das Personal an Unikliniken in mehreren Bundesländern war heute zu Warnstreiks aufgerufen. Allein in Nordrhein-Westfalen beteiligten sich 2000 Beschäftigte.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft ver.di Beschäftigte an Universitätskliniken in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft kamen diesem Aufruf unter anderem Teile des Personals in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Schleswig-Holstein nach. In Berlin waren zudem das Kita-Personal sowie Angestellte in acht Bezirksämtern und an Schulen zum Warnstreik aufgerufen.

Tausende Beschäftigte beteiligen sich

An den Unikliniken in Nordrhein-Westfalen traten am Morgen rund 2000 Tarifbeschäftigte in den Warnstreik. Beteiligen wollten sich Beschäftigte der sechs großen Unikliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster.

Beschäftigte der Universitätsmedizin in Kiel und Lübeck kamen am Morgen ebenfalls zu einem Warnstreik zusammen. Laut ver.di versammelten sich zu Beginn des Streiks rund 50 Mitarbeiter vor dem Haupteingang der Klinik in Kiel. In Bayern waren die Belegschaften des Münchner Herzzentrums und fünf bayerischer Universitätskliniken aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Gehalt

Mit den Warnstreiks will ver.di in der laufenden Tarifrunde Druck auf die Arbeitgeber machen. Nach bisher ergebnislosen Verhandlungen kommen ver.di und der Beamtenbund dbb am 27. und 28. November in Potsdam zur dritten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) zusammen.

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich. Außerdem sollen Auszubildende und Praktikanten monatlich 100 Euro mehr bekommen. Die TdL wies die Forderungen bisher als unrealistisch zurück.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 16. November 2021 um 07:05 Uhr.