Logo des Internetunternehmens Yahoo auf einem Laptop-Bildschirm | picture alliance / dpa

Verizon verkauft Mediensparte Neue Heimat für AOL und Yahoo

Stand: 03.05.2021 17:35 Uhr

Die Internetpioniere Yahoo und AOL wechseln den Besitzer. Der US-Konzern Verizon verkauft beide Firmen für fünf Milliarden Dollar an einen Finanzinvestor und gibt damit den Konkurrenzkampf mit Google und Facebook auf.

Der US-Telekommunikationskonzern Verizon trennt sich von den Internetpionieren Yahoo und AOL. Er verkauft die beiden Unternehmen mitsamt seiner bisherigen Media-Sparte für fünf Milliarden Dollar an die Private-Equity-Gesellschaft Apollo Global Management. Zu dem nun veräußerten Unternehmensteil gehören auch bekannte Technologie-Blogs wie Engadget und Techcrunch. Laut Konzernangaben erreichen die verschiedenen Angebote der Sparte zusammen monatlich 900 Millionen Nutzer.

Verizon gibt Wettbewerb mit Google und Facebook auf

Der Konzern teilte mit, dass er einen Anteil von zehn Prozent am neuen Unternehmen behalten werde, das den Namen Yahoo tragen soll. Auch Vorstandschef Guru Gowrappan bleibt Verizon zufolge im Amt. Der Verkauf der Sparte soll im zweiten Halbjahr 2021 abgeschlossen sein.

Verizon hatte 2015 seinerseits mehr als vier Milliarden Dollar für AOL bezahlt und 2017 dann für weitere 4,5 Milliarden Dollar den Suchmaschinen- und E-Mail-Anbieter Yahoo übernommen. Mit der Fusion der beiden erfolgreichen Anbieter der frühen Internet-Ära wollte Verizon mit den Giganten Google und Facebook konkurrieren. Doch AOL und Yahoo verloren zunehmend an Strahlkraft, während Internetnutzer zu neueren Plattformen abwanderten. Mit dem Verkauf gibt Verizon seine Ambitionen in diesem Bereich nun faktisch auf.

Neue Eigentümer sehen Wachstumschancen

Die neuen Besitzer zeigten sich zuversichtlich, mit dem neuen Unternehmen Yahoo erfolgreich sein zu können. "Wir sind begeistert, dabei zu helfen, das enorme Potenzial von Yahoo und seiner unvergleichlichen Markensammlung zu erschließen", sagte Reed Rayman, Partner bei Apollo. Sein Kollege David Sambur fügte hinzu, er glaube fest an den "makroökonomischen Rückenwind" im Technologiebereich, der die Wachstumsaussichten von Yahoo verbessere.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 03. Mai 2021 um 17:41 Uhr.