Frank Werneke | dpa

Hohe Inflation ver.di-Chef Werneke fordert höhere Löhne

Stand: 14.10.2021 08:22 Uhr

Angesichts der hohen Inflationsrate hat ver.di-Chef Werneke eine deutliche Anhebung der Löhne gefordert. Dadurch könnten Beschäftige den Preisanstieg auffangen. SPD-Chef Walter-Borjans warnte vor Panikmache.

Von Kai Küstner, ARD-Hauptstadtstudio

Dass die Inflationsrate in Deutschland so hoch ist wie seit 28 Jahren nicht mehr, sorgt seit Tagen für Diskussionsstoff. Die Gewerkschaft ver.di ruft nun nach Konsequenzen: Die Preissprünge etwa für Lebensmittel, Energie und Benzin träfen insbesondere Menschen mit geringeren und mittleren Einkommen, so ver.di-Chef Frank Werneke. Seine Forderung: deutlich spürbare Reallohnsteigerungen in den kommenden Tarifverhandlungen, wie er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte.

Kai Küstner ARD-Hauptstadtstudio

Walter-Borjans warnt vor Panikmache

Angesichts der anhaltenden Diskussion über die Preissteigerungen warnte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans unterdessen vor Panikmache: Er verwies darauf, dass die Energiepreise wegen Corona vor einem Jahr sehr stark gesunken seien, weshalb der Anstieg nun umso stärker wirke.

Das löse zusammen mit der ausgelaufenen Mehrwertsteuersenkung verständlicherweise eine große Verunsicherung aus, auch wenn die durchschnittliche Preissteigerung wesentlich geringer sei, sagte Walter-Borjans gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland - der in dem Zusammenhang von einer "Zickzackbewegung" spricht.

Höchste Inflation seit Jahrzehnten

Die Verbraucherpreise in Deutschland waren im September verglichen mit dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate lag damit erstmalig seit Anfang der 1990er-Jahre über der Vier-Prozent-Marke. Das liegt Experten zufolge vor allem an hohen Energiekosten und der wieder angehobenen Mehrwertsteuer.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Oktober 2021 um 09:00 Uhr.

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

Avatar
Moderation 14.10.2021 • 13:39 Uhr

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User, die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen. Die Moderation