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Online-Nachhilfeplattform GoStudent über drei Milliarden wert

Stand: 11.01.2022 14:59 Uhr

Ab einer Milliarde Bewertung werden Start-ups mit dem Begriff "Einhorn" geadelt. Die Wiener Nachhilfeplattform GoStudent bringt es bereits auf drei Milliarden.

Das österreichische Online-Nachhilfeunternehmen GoStudent hat in einer neuerlichen Finanzierungsrunde 300 Millionen Euro eingenommen. Mit der Geldspritze werde das Start-up nun mit drei Milliarden Euro bewertet, teilte GoStudent mit. Die Finanzierungsrunde wird vom Technologieinvestor Prosus aus Amsterdam angeführt. Weitere Geldgeber sind unter anderen die Deutsche Telekom, der Softbank Vision Fund 2 und der chinesische Internetkonzern Tencent.

Ziel: Weltmarktführer

Bereits im vergangenen Juni hatte das Wiener Unternehmen 205 Millionen Euro eingesammelt und damit den Status eines "Einhorns", also eine Bewertung von über einer Milliarde Euro, erreicht. Die neuen Mittel sollen den strategische Unternehmensziel dienen, so Felix Ohswald, Mitgründer und Chef von GoStudent: "Um das Ziel, Weltmarktführer im Bereich Nachhilfe zu werden, zu erreichen, wird GoStudent weiterhin eine schnelle globale Expansion vorantreiben und in zahlreiche neue Länder expandieren, die ein bedeutendes Marktpotenzial aufweisen."

Im vergangenen Jahr expandierte GoStudent nach eigenen Angaben in 16 Länder. Aktuell ist das Unternehmen in 22 Ländern präsent, beschäftigt mehr als 1300 Mitarbeiter und 15.000 Nachhilfelehrkräfte. In diesem Jahr will GoStudent mindestens sechs neue Märkte erschließen, darunter die USA, der asiatisch-pazifische Raum und die Region Naher Osten/Nordafrika.

Online-Nachhilfe in Pandemiezeiten gefragt

Über die Plattform können Mitglieder kostenpflichtige Online-Einzelkurse für alle Schulstufen und -fächer buchen. Die Pandemie dürfte der Geschäftsidee einen weiteren Schub verschafft haben: Laut GoStudent hat sich 2021 die Zahl der monatlich gebuchten Nachhilfeeinheiten verzehnfacht. Ende des Jahres sei die 1,5 Millionen-Marke überschritten worden. Genauere Geschäftszahlen gab das Unternehmen bisher nicht bekannt.

Auch bezüglich eines möglichen Börsengangs hält sich Firmenchef Ohswald bedeckt: "Das IPO-Marktumfeld ist im ständigen Wandel, daher ist dieser Schritt für uns noch etwas schwer vorauszusagen."