Logo der Warenhauskette Galeria an einer Filiale | dpa

Warenhauskette in der Krise Offenbar neue Staatshilfe für Galeria

Stand: 25.01.2022 13:56 Uhr

Ein weiteres Mal soll der Warenhauskonzern Galeria laut einem Zeitungsbericht mit einem hohen Kredit des Staates gestützt werden. Die Kette kämpft mit den Folgen stark gesunkener Kundenzahlen.

Von Jan Zimmermann, ARD-Hauptstadtstudio

Der Warenhauskonzern Galeria erhält offenbar einen weiteren millionenschweren Staatskredit. Nach einem Bericht des "Handelsblatts" geht um 240 Millionen Euro. Das Geld soll aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds kommen. Dieser Fonds war zu Beginn der Corona-Krise zur Rettung in Not geratener Unternehmen eingeführt worden.

Jan Zimmermann ARD-Hauptstadtstudio

Die Warenhauskette Galeria, die schon länger finanzielle Sorgen hat, verzeichnet in Folge der Pandemie einen massiven Kundenrückgang - nach eigenen Angaben vor allem wegen der 2G-Regel im Einzelhandel. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft brach der Umsatz nach Unternehmensangaben um 40 Prozent ein. Das Onlinegeschäft konnte das Minus nicht mal annähernd ausgleichen.

Bereits 2021 hoher Kredit gewährt

Gibt das Bundeswirtschaftsministerium grünes Licht, wäre es der zweite Staatskredit an Galeria Karstadt Kaufhof. Der Konzern hatte bereits Anfang vergangenen Jahres einen Kredit in Höhe von 460 Millionen Euro erhalten.

Der Entscheidung über eine neue Finanzspritze sollen harte Verhandlungen vorausgegangen sein - vor allem um die Frage, in welcher Höhe sich der Konzerneigentümer René Benko an der Rettungsaktion beteiligt. Benko soll nun einen Eigenbetrag von 15 Prozent leisten. Darauf habe man sich nun verständigt, so das "Handelsblatt". Weder das Bundeswirtschaftsministerium noch Galeria selbst haben sich bisher auf Anfrage zu den Kreditplänen geäußert.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 25. Januar 2022 um 06:36 Uhr.