Ein Handy zeigt die App von Didi Xuching. | dpa

Chinesischer Fahrdienst-Vermittler Peking verbietet Download der Didi-App

Stand: 04.07.2021 20:27 Uhr

Pekinger Behörden haben den Fahrten-Vermittler Didi ins Visier genommen - die App darf zunächst nicht mehr angeboten werden. Der Uber-Konkurrent hatte an der New Yorker Börse 4,4 Milliarden Dollar eingesammelt.

Der chinesische Fahrdienst-Vermittler Didi Chuxing ist kurz nach seinem Börsengang in New York ins Visier der chinesischen Cyberspace-Aufsichtsbehörde geraten. Die Behörde ordnete die Löschung der Didi-App aus chinesischen App-Stores an. Zur Begründung hieß es, Didi habe persönliche Nutzerdaten illegal gesammelt.

Didi teilte mit, dass es die Registrierung neuer Benutzer bereits zum 3. Juli gestoppt habe und nun daran arbeite, seine App zu korrigieren. Nutzer, die die App bereits installiert haben, könnten sie normal weiter nutzen. Man werde vollumfänglich kooperieren, so das Unternehmen.

Uber aus dem chinesischen Markt gedrängt

Das Unternehmen hatte vor einigen Jahren den US-Rivalen Uber aus dem chinesischen Markt verdrängt und hat heute rund 500 Millionen aktive Nutzer in der Volksrepublik.

Didi war am Mittwoch an die New Yorker Börse gegangen und hatte dabei 4,4 Milliarden Dollar eingenommen. Nachdem die Aufsichtsbehörde eine Untersuchung des Unternehmens bekannt gab, fiel die Didi-Aktie um mehr als fünf Prozent.

Pekings Aufsichtsbehörden gehen seit einiger Zeit verstärkt gegen die mächtigen Internetkonzerne des Landes vor. Im April erhielt der Internetgigant Alibaba eine heftige Geldstrafe wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht. Im vergangenen Jahre musste Alibaba zudem kurzfristig auf Anordnung der Behörden den Börsengang seiner Finanztochter Ant Group absagen.

Mit Informationen von Ruth Kirchner, ARD-Studio Peking

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 05. Juli 2021 um 22:33 Uhr.