Firmengründer Carl-Wilhelm Edding | dpa

Filzstift-Unternehmer Carl-Wilhelm Edding gestorben

Stand: 07.05.2021 16:05 Uhr

Er gründete seine Firma zusammen mit einem Schulfreund in einem Keller in Hamburg, die nach ihm benannten Stifte werden heute weltweit verkauft. Nun ist Carl-Wilhelm Edding im Alter von 90 Jahren gestorben.

Der Mitgründer und Namensgeber der Edding AG ist tot. Carl-Wilhelm Edding starb am 27. April im Alter von 90 Jahren in Hamburg, wie das Unternehmen mitteilte.

Zusammen mit seinem Schulfreund Volker Detlef Ledermann hatte Edding sein Unternehmen 1960 gegründet - in einem Keller im Hamburger Stadtteil Barmbek. Edding glaubte an das Geschäft mit Permanentmarkern, während sein voriger Arbeitgeber, ein japanischer Schreibgerätehersteller, nicht daran interessiert war, solche Stifte auch in Deutschland anzubieten. Das Startkapital lag bei 500 D-Mark.

Edding-Stift

Werden in mehr als 100 Länder verkauft: Die Edding-Stifte.

Bis 1986 war Edding im Unternehmen tätig. Mit dem Börsengang der Firma im selben Jahr stieg er aus der Unternehmensführung aus, blieb aber noch Gesellschafter. Sein Geschäftspartner Ledermann übergab das Zepter 2013 an seinen Sohn Per, der Edding heute leitet.

Stiftung gegen Rassismus

Privat galt Carl-Wilhelm Edding als passionierter Segler. Ein großer Teil seines Vermögens floss in die Stiftung :do, die Projekte zur Stärkung der Rechte von Geflüchteten fördert.

Heute beschäftigt das im schleswig-holsteinischen Ahrensburg ansässige Unternehmen weltweit 679 Mitarbeiter. Es erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 126 Millionen Euro und einen Gewinn von mehr als fünf Millionen Euro.

Über dieses Thema berichtete Bayern 2 am 07. Mai 2021 um 10:00 Uhr in den Nachrichten.