Gefäße, die mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gefüllt werden | AFP

Probleme im Produktionsablauf Lieferengpass bei BioNTech-Impfstoff

Stand: 26.05.2021 20:23 Uhr

Bei den Corona-Impfungen verschieben sich geplante Lieferungen von BioNTech. Das Mainzer Unternehmen reduziert die Liefermenge für die kommenden beiden Wochen. Zweitimpfungen sind aber gesichert.

BioNTech kämpft in Deutschland mit Lieferverzögerungen bei seinem Corona-Impfstoff. Das Mainzer Unternehmen habe die Liefermenge für die kommenden beiden Wochen reduziert, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Die ausgefallenen Lieferungen würden in den Kalenderwochen 25 und 26 zusätzlich geliefert und damit ausgeglichen.

"Die Lieferzusage für das laufende Quartal wird eingehalten", betonte das Ministerium. Auf die Lieferungen an die Impfzentren der Länder soll die Verschiebung laut Ministerium keine Auswirkungen geben.

Zweitimpfungen sind gesichert

Zu den Praxen erklärte das Ministerium, dass anstehende Zweitimpfungen dort gesichert seien. Auch Erstimpfungen solle es weiterhin geben. Wie in Impfzentren seien in den nächsten Wochen aber auch in Praxen mehr Zweit- als Erstimpfungen zu erwarten. Schon zuvor hatte die Kassenärztliche Bundesvereinigung informiert, dass die Praxen in der ersten Juni-Woche rund eine Million BioNTech-Dosen weniger als geplant bekommen.

BioNTech erklärte die Verzögerungen mit Schwankungen im Produktionsablauf. Die Qualitätskontrolle einer Charge könne schon mal eine Woche mehr oder weniger dauern als ursprünglich angedacht, so eine Sprecherin. Dies sei nichts Ungewöhnliches. Während dieser Zeit könne die Produktion nicht weiterlaufen.

Impfkampagne stark von BioNTech abhängig

Die deutsche Impfkampagne ist stark von BioNTech und seinem US-Partner Pfizer abhängig. Insgesamt haben sie für das zweite Quartal gut 50 Millionen Dosen in Aussicht gestellt, während Moderna gut 6,4 Millionen und Astrazeneca mindestens 12,4 Millionen Dosen liefern wollen. Von Johnson & Johnson sollen gut zehn Millionen Dosen kommen.

Nach früheren Angaben des Gesundheitsministeriums hatte BioNTech für jede Juni-Woche Lieferungen von jeweils gut 5,1 Millionen Dosen Impfstoff zugesagt. Nun heißt es, in der Kalenderwoche 23 - die am 7. Juni beginnt - würden stattdessen nur knapp 4,6 Millionen Biontech-Dosen erwartet und in der Kalenderwoche 24 gut vier Millionen. In der Kalenderwoche 25 und 26 sollen dann jeweils rund 5,96 Millionen Dosen geliefert werden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. Mai 2021 um 20:00 Uhr.