Logo des Sportartikelherstellers Reebok an einem  Einkaufszentrum nahe Moskau | REUTERS

Für 2,1 Milliarden Euro Adidas verkauft US-Tochter Reebok

Stand: 12.08.2021 19:11 Uhr

Der Sportartikelhersteller Adidas verkauft sein US-Tochterunternehmen Reebok für 2,1 Milliarden Euro an die Authentic Brands Group. Der Großteil des Erlöses soll direkt an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Nach monatelanger Suche nach einem Käufer ist der Sportwarenhersteller Adidas nun fündig geworden. Für 2,1 Milliarden Euro verkauft das Unternehmen seine US-Marke Reebok an die Authentic Brands Group (ABG).

Durch den Eigentümerwechsel solle Reebok "bestens für langfristigen Erfolg positioniert" werden, sagte Adidas-Chef Kasper Rorsted. Das Unternehmen selbst habe weiterhin das Ziel, "in einer attraktiven Branche zu wachsen, Marktanteile zu gewinnen und nachhaltigen Wert für alle unsere Stakeholder zu schaffen".

Barerlös geht größtenteils an Aktionäre

Der Großteil des Kaufpreises werde bei Vollzug der Transaktion in bar gezahlt, teilte das Unternehmen in Herzogenaurach mit. Der Abschluss der Transaktion werde im ersten Quartal 2022 erwartet.

Adidas will den Großteil des Barerlöses an seine Aktionäre ausschütten. Die im DAX notierte Aktie zog nach der Bekanntgabe der Transaktion deutlich an. Adidas hatte Reebok 2006 unter der Regie des damaligen Vorstandschefs und heutigen FC-Bayern-Präsidenten Herbert Hainer übernommen und dafür damals rund 3,1 Milliarden Euro bezahlt.

Reebok erfüllte Erwartungen nicht

In den 15 Jahren der Zusammenarbeit hatte die US-Marke jedoch nie den Beitrag zum Konzerngewinn leisten können, den sich die Käufer zunächst vorgestellt hatten. Von Reebok hatte es seinerseits Klagen gegeben, Adidas entwickele die eigene Marke weiter und kümmere sich zu wenig um die Zweitmarke.

"Wir haben Reebok immer geschätzt, und wir sind dankbar für die Beiträge, die die Marke und das dahinter stehende Team für unser Unternehmen geleistet haben", erklärte dagegen Rorsted.

Schon zuvor Geschäftsteile verkauft

Schon vor längerer Zeit hatte sich Adidas von kleineren Geschäftsteilen getrennt, die damals mitgekauft worden waren und hat dafür 400 Millionen Euro eingenommen.

In den vergangenen Monaten hatte sich ein illustrer Kreis von Bietern um Reebok bemüht, die Interessen waren jedoch erst jetzt mit AGB zusammengekommen. Unter anderem soll die US-Basketball-Ikone Shaquille O' Neal unter den Bewerbern gewesen sein.