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Spanien verabschiedet Arbeitsmarktreform Mehr Flexibilität - mehr Jobs?

Stand: 10.02.2012 17:40 Uhr

Die spanische Regierung hat eine grundlegende Reform des Arbeitsmarktes per Dekret verabschiedet. Die Neuregelung solle Arbeitgebern mehr Flexibilität bei der Einstellung und Kündigung von Mitarbeitern geben, sagte Vize-Ministerpräsidentin Soraya Saenz de Santamaria. So solle die Zunahme befristeter Arbeitsverträge gestoppt werden.

Auch Einschnitte bei Abfindungszahlungen sind vorgesehen. Statt wie bisher für 45 Tage pro Jahr der Betriebszugehörigkeit wird in den meisten Fällen nur noch für 33 Tage gezahlt. Kleinere Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern erhalten eine Steuervergünstigung von 3000 Euro, wenn sie junge Leute unter 30 Jahren einstellen, die ihre erste Arbeit aufnehmen.

Hohe Arbeitslosigkeit

Das wirtschaftlich angeschlagene Land will mit den Einsparungen und Strukturreformen aus der Schuldenkrise finden. Ihm macht vor allem eine besonders hohe Arbeitslosenquote zu schaffen: Im vierten Quartal 2011 hatte fast jeder vierte Spanier keine Arbeit. Bei den jungen Leuten unter 25 erreicht sie sogar 48 Prozent.

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KOMMENTARE

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tobeorwhat 10.02.2012 • 23:47 Uhr

Planwirtschaft...

... ist das zwar nicht, aber Wirtschaft mit Plan! Ohne Subventionen läuft nichts! Kein Geschäftsmann rührt einen Finger, wenn er nicht Geld von Staat bekommt.Die Arbeitskräfte mit denen er Millionen macht, dürfen nichts kosten, müssen eine verfügbare Masse sein, die man nach Belieben anheuert und wieder feuert. Letzteres nennt man dann "Flexibilisierung des Arbeitsmarktes" und das Arbeit nichts kosten darf "Die Wirtschaft wettbewerbsfähig machen". Wettbewerbsfähig werden mit wem? Mit den chinesischen Wanderarbeitern und Kinderarbeiten in Indien und Afrika? Während Manager und Banker sich Wuchergehälter und Millionen-Boni für Nichts genehmigen, führt man die Menschen Stück für Stück hinter die Linien von 1840 zurück-und-das Volk geht bereitwillig mit, denn es gibt immer jemand, der für nochmals 50Cent die Stunde billiger arbeitet. Der Geldadel hat die Macht ergriffen, nun folgt die schrittweise Gleichschaltung - diesmal zur allgemeinen Armut. Ein Armutszeugnis schlechthin!