Kauflaune erreicht Tiefpunkt

Steigende Löhne, niedrige Inflation Ein Reallohn-Plus wie lange nicht mehr

Stand: 22.12.2014 09:58 Uhr

Steigende Löhne und vor allem eine niedrige Inflation hat die Reallöhne so kräftig steigen lassen wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Sie legten von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent zu. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Hauptgrund dafür ist die geringe Teuerung: Die Verbraucherpreise erhöhten sich in dieser Zeit mit 0,8 Prozent nur etwa halb so stark wie im Schnitt der vergangenen fünf Jahre, die Nominallöhne mit 2,6 Prozent nur einen Tick stärker. Dadurch blieb den Beschäftigten nach Abzug der Inflation deutlich mehr Geld.

Gute Tendenz auch fürs Gesamtjahr

Auch für das Gesamtjahr 2014 zeichnet sich ein deutlicher Zuwachs ab. Die Löhne legten in den ersten neun Monaten um durchschnittlich 2,7 Prozent zu und damit fast dreimal so stark wie die Verbraucherpreise mit einem Prozent. Wegen der stark fallenden Ölpreise sank die Inflation am Jahresende noch weiter und lag zuletzt bei nur noch 0,6 Prozent. Zu Vergleich: In den vergangenen 20 Quartalen hatte der Reallohnzuwachs durchschnittlich bei 2,4 Prozent gelegen, der Preisanstieg bei 1,5 Prozent.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im dritten Quartal ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3541 Euro brutto im Monat. Die höchsten Verdienste erhielten die Vollzeitbeschäftigten bei Banken und Versicherungen (4723 Euro), im Bereich Information und Kommunikation (4675 Euro) sowie in der Energieversorgung (4601 Euro). Am wenigsten bekamen die Beschäftigten im Gastgewerbe mit 2119 Euro.

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