Microsoft kauft Suchmaschinensparte Yahoo macht künftig Bing

Stand: 18.02.2010 20:28 Uhr

Die Kartellwächter der USA und der EU haben das Abkommen von Microsoft und Yahoo für eine enge Zusammenarbeit im Geschäft mit der Internetsuche gebilligt. Beide Unternehmen teilten mit, weder das US-Justizministerium noch die EU-Kommission hätten irgendwelche Auflagen gemacht.

EU-Kommission sieht keine Marktverzerrung

Im europäischen Wirtschaftsraum seien Microsoft und Yahoo in der Internetsuche und in der Suchmaschinenwerbung mit gemeinsamen Marktanteilen von weniger als zehn Prozent nur schwach vertreten, Google dagegen habe Marktanteile von mehr als 90 Prozent, teilte die EU-Kommission mit.

Microsoft und Yahoo wollen zusammen gegen Google punkten.
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Microsoft und Yahoo zusammen gegen Google

Die für zehn Jahre vereinbarte Partnerschaft der bisherigen Konkurrenten sieht vor, dass Yahoo die Microsoft-Suchmaschine Bing einführt. Microsoft übernimmt mindestens 400 Yahoo-Mitarbeiter. Yahoo erhält 88 Prozent der Einnahmen, die auf den eigenen Seiten aus der Werbung mit Suchanfragen bei Bing erzielt werden. Yahoo wird zudem den Verkauf von Premium-Suchanzeigen für beide Unternehmen organisieren. Die Umstellung der Yahoo-Suche soll bereits in wenigen Tagen beginnen, der Abschluss der globalen Umstellung aller Werbekunden ist bis Anfang 2012 geplant.

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