Logo der Discounter-Kette Lidl an einer Filiale | picture alliance / Matthias Balk

14 Euro pro Stunde Lidl erhöht Mindestlohn

Stand: 11.05.2022 14:40 Uhr

Nach Aldi zieht nun Konkurrent Lidl nach und erhöht den Mindestlohn für seine Beschäftigten in Deutschland auf 14 Euro. Damit liegt der Lidl-Mindestlohn deutlich über dem gesetzlichen.

Der Discounter Lidl erhöht den Mindestlohn für seine Beschäftigten in Deutschland ab Juni von 12,50 auf 14 Euro pro Stunde. Der Geschäftsleitungsvorsitzende Christian Härtnagel begründete die Entscheidung mit Fairness.

Unsere Kollegen leisten täglich einen überdurchschnittlichen Einsatz und uns ist es ein zentrales Anliegen, dass dieser auch überdurchschnittlich und fair entlohnt wird.

Je nach Eingruppierung im jeweiligen regionalen Tarifvertrag und der bereits vorhandenen Berufserfahrung könne der Lidl-Mindesteinstiegslohn bei bis zu 18,26 Euro brutto pro Stunde zuzüglich Weihnachts- und Urlaubsgeld liegen, hieß es in einer Mitteilung des Discounters.

Aldi hatte im April vorgelegt

Lidl folgt damit dem Beispiel des Wettbewerbers Aldi. Aldi hatte Ende April angekündigt, den Mindestlohn für die Mitarbeiter ab Juni auf 14 Euro zu erhöhen. Das Unternehmen hatte den Schritt damals mit der aktuellen Welle von Preissteigerungen begründet.

Der Mindestlohn liegt damit bei den beiden größten deutschen Discountern auch künftig deutlich über dem erst im Juli 2022 auf 10,45 Euro steigenden gesetzlichen Mindestlohn.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Februar 2022 um 18:31 Uhr.