Eine Kellnerin trägt Gläser auf einem Tablett. | ARD-aktuell/Weiss

BA-X-Index so hoch wie nie Arbeitskräfte bleiben gesucht

Stand: 02.05.2022 18:39 Uhr

Allen Krisen zum Trotz bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland hoch. Das geht aus dem neuesten BA-X-Stellenindex der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit für den April hervor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist in Deutschland ungeachtet der konjunkturellen Auswirkungen der Ukraine-Krise so hoch wie nie. Der Stellenindex BA-X der Bundesagentur für Arbeit (BA) lag im April mit 138 Punkten auf einem Allzeithoch, wie die Behörde heute mitteilte. Der Indexwert liegt damit im April um zwei Punkte höher als im März und um 33 Punkte über dem Wert des Vergleichsmonats des Vorjahres.

Zu dem Höhenflug hätten im April das Ende der meisten Corona-Beschränkungen sowie die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt beigetragen, hieß es bei der BA. Betroffen seien fast alle Branchen, besonders aber das Gastgewerbe.

Mangel an Arbeitskräften bleibt ein Problem

Nach Auffassung des stellvertretenden Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Joachim Stamp (FDP), droht der Mangel an Arbeitskräften in einigen Branchen zum Konjunkturkiller zu werden. Es brauche eine schnelle gesetzliche Umsetzung der bisherigen Verabredung, dass für Migranten ein Arbeitsvertrag mit einem deutschen Unternehmen als legaler Zugang in den deutschen Arbeitsmarkt ausreicht. Zusäztlich sei es zusätzlich notwendig, sämtliche Arbeitsverbote aufzuheben.

"Wir können es uns schlicht nicht mehr leisten, auf irgendeine arbeitswillige Kraft zu verzichten", betonte Stamp, der in NRW auch Minister für Familie und Integration ist.

April-Daten vom Arbeitsmarkt

Die Bundesagentur für Arbeit gibt morgen Vormittag ihre Arbeitsmarktstatistik für den April bekannt. Es wird unter anderem wegen der Frühjahrsbelebung ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat erwartet. Im März waren 2,362 Millionen Menschen ohne Job. Damit ist das Niveau von vor der Corona-Krise praktisch wieder erreicht.

Über dieses Thema berichtete BR24 am 27. April 2022 um 16:08 Uhr.