Premier Kenny spricht vom Ende der Krise Irland verlässt den Rettungsschirm

Stand: 13.10.2013 12:15 Uhr

Irland ist nach Angaben seines Regierungschefs Enda Kenny zum Jahresende in der Lage, den Rettungsschirm von EU und Internationalem Währungsfonds IWF zu verlassen. Bei einem Treffen seiner Fine-Gael-Partei in Limerick sagte Kenny, Irland sei bereit, am 15. Dezember aus dem Rettungsprogramm auszusteigen. Der wirtschaftliche Notstand sei vorbei.

Der irische Premierminister Enda Kenny.
galerie

Der Notstand sei zu Ende, sagte Premier Kenny. Trotzdem stünden Irland noch "unsichere Zeiten" bevor.

Dennoch stehen dem Land nach Aussage des Premierministers "unsichere Zeiten" bevor. Der nächste Staatshaushalt, der am Dienstag vorgestellt wird, werde trotz der wirtschaftlichen Erholung "hart", sagte Kenny. Darin seien weitere Einsparungen und Steuererhöhungen im Umfang von 2,5 Milliarden Euro vorgesehen.

Strenge Sparauflagen für 85-Milliarden-Rettungspaket

Seit Mitte der 90er Jahre hatte Irland ein Jahrzehnt lang zweistellige Wirtschaftswachstumsraten. Die weltweite Finanzkrise von 2008 stürzte das EU-Mitglied aber ebenfalls in Finanznöte. Die EU und der IWF schnürten schließlich Ende 2010 ein Rettungspaket für Irland in Höhe von 85 Milliarden Euro. Im Gegenzug musste sich das Land zu strikten Sparmaßnahmen verpflichten.

Dass Irland Ende 2013 in vollem Umfang an die Kapitalmärkte zurückkehren soll, ist schon seit längerem klar. Im zweiten Quartal beendete Irland seine Rezession mit einem leichten Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent.

Irland verlässt im Dezember den Rettungsschirm
B. Wesel, RBB London
13.10.2013 22:26 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Oktober 2013 um 12:00 Uhr.

Darstellung: