Elizabeth Holmes | AP

Startup-Milliardärin Holmes Von 4,5 Milliarden auf Null

Stand: 02.06.2016 10:45 Uhr

Noch im vergangenen Jahr führte Elizabeth Holmes mit einem Vermögen von 4,5 Milliarden Dollar die "Forbes-Liste" der reichsten Selfmade-Frauen der USA an. Nun hat das Magazin die Einschätzung des Vermögens der Gründerin einer Bluttest-Firma korrigiert - auf Null.

Die einstige Startup-Milliardärin Elizabeth Holmes hat nach Berechnungen des US-Magazins "Forbes" ihr gesamtes Vermögen verloren. Es liege jetzt bei Null, berichtete das Magazin. Noch vor einem Jahr hatte "Forbes" die 32-jährige Gründerin der mittlerweile ins Trudeln geratenen Blutanalyse-Firma Theranos als jüngste Selfmade-Milliardärin der Welt bezeichnet und auf 4,5 Milliarden Dollar taxiert, etwa vier Milliarden Euro.

Tiefer Fall eines gefeierten Unternehmens

Holmes hält 50 Prozent der Anteile an "Theranos". Auf diesem Anteil basiert auch die Milliardenschätzung von "Forbes" im vergangenen Jahr - und nun auch die drastische Herabstufung. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde sei das Unternehmen zwar mit neun Milliarden Dollar bewertet worden, doch 800 Millionen Dollar sei realistischer, urteilte "Forbes". Davon wiederum dürfte Holmes im Fall einer Insolvenz nichts sehen, da sie nur Anteilsscheine besitzt und andere Investoren bevorzugt behandelt würden.

Die Abstufung durch "Forbes" zeigt den tiefen Fall des Unternehmens und seiner einst gefeierten Gründerin. Theranos hatte mit dem Versprechen Milliarden bei Investoren eingesammelt, Bluttests durch deutlich kleinere Proben zu revolutionieren. Holmes war so zwischenzeitlich zum Star in Technologie-Blogs geworden, trat auf diversen Konferenzen auf und war auf Magazin-Covern zu sehen. Nach einer Serie von Enthüllungsberichten ermitteln mittlerweile aber die US-Behörden gegen das Unternehmen, es drohen Sammelklagen von Patienten und die Zukunft des Startups gilt als ungewiss.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 02. Juni 2016 um 11:37 Uhr

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

Avatar
fathaland slim 02.06.2016 • 19:17 Uhr

19:03, Prof.

>>Wie finanziert sich eigentlich die "Forbes"?<< Ich würde mal annehmen, durch Werbung, Abonnenten und Kioskverkäufe. Wie jede andere Zeitschrift auch.