Dachdecker bei der Arbeit

Plus von 7,1 Prozent im Jahr 2011 Handwerk steigert Umsätze kräftig

Stand: 12.03.2012 09:58 Uhr

Das kräftige Wirtschaftswachstum hat dem deutschen Handwerk im vergangenen Jahr einen Umsatzsprung beschert. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts stiegen die Erlöse der Betriebe 2011 um 7,1 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Es war das größte Plus seit Jahren. 2010 hatten die Umsätze der Handwerksbetriebe lediglich um 0,6 Prozent zugelegt. Im Zuge des Aufschwungs entstanden auch neue Arbeitsplätze. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 0,6 Prozent.

Dachdecker bei der Arbeit

Nicht auf den Baustellen waren Handwerker 2011 gefragt wie lange nicht mehr.

Umsatzplus in allen Bereichen

In allen sieben Gewerbegruppen des Handwerks verzeichneten die Statistiker einen Aufwärtstrend bei den Umsätzen. Die Handwerke für den gewerblichen Bedarf schafften mit 12,7 Prozent den stärksten Anstieg. Dazu gehören viele industrienahe Gewerbezweige wie Elektromaschinenbauer, Informationstechniker und Feinwerkmechaniker.

Auch das Bauhauptgewerbe schaffte mit 10,3 Prozent ein zweistelliges Plus. Die niedrigen Kreditzinsen und die vergleichsweise niedrige Arbeitslosigkeit sorgten im vergangenen Jahr für eine glänzende Geschäfte der Baufirmen. Die Branche profitierte auch von dem vergleichsweise milden Wetter zum Jahresende.

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KOMMENTARE

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pendragon 12.03.2012 • 18:14 Uhr

Ich finde es schrecklich....

...wie viele "interessant" denkende Leute es gibt. Wer hier Lohnerhöhungen von 6,5 oder mehr Prozent fordert, sollte mal überlegen, ob er auch in sog. schlechten Jahren eine Gehaltsminderung akzeptieren würde?!? Ich denke das tendiert gegen null... Außerdem sind das doch alles Milchmädchenrechnungen. Wenn man die "hohe" Inflationsrate als Maßstab nimmt, muss auch ein Handwerks- oder Industriebetrieb die höheren (vor allen Dingen Energie- und Rohstoff-)Kosten tragen und durch mehr Aufträge ausgleichen. Weiterhin: Umsatz = Ertrag????? Wer bißchen Ahnung von Wirtschaft hat, weiß Bescheid dass das nicht so ist. Wer unzufrieden ist kann immer seinen Arbeitsplatz wechseln. Wir haben doch bereits einen Fachkräftemangel in Deutschland. Und jetzt: zerreißt mich in der Luft ;-)