Demonstranten für den Euro vor dem griechischen Parlament

Zinszahlung an den IWF Griechenland überweist pünktlich

Stand: 07.08.2015 00:50 Uhr

Athen hat fällige Zinsen in Höhe von 186 Millionen Euro pünktlich beim IWF beglichen. Noch im Juli war das von der Pleite bedrohte Land bei der Institution in Zahlungsverzug geraten. Bewältigt ist damit aber nur ein kleiner Teil der Schulden.

Griechenland hat rund 186 Millionen Euro an Zinsen fristgerecht an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgezahlt. Die Zahlung sei am Donnerstag eingegangen, teilte der IWF in Washington mit.

Das vom Staatsbankrott bedrohte Euroland war im Juli beim Währungsfonds vorübergehend in Zahlungsverzug geraten, nachdem die Europartner ihr bisheriges Hilfsprogramm für Athen auslaufen ließen. Mitte Juli gewährten die EU-Staaten dann jedoch eine Brückenfinanzierung, während die Regierung in Athen mit den internationalen Geldgebern ein drittes Hilfsprogramm aushandelt.

Tsipras und Hollande mahnen zur Eile

Der Währungsfonds will sich nur dann an weiteren Hilfszahlungen beteiligen, wenn Athen die vollständige Umsetzung der von den Kreditgebern geforderten Reformen akzeptiert und die Europäer der griechischen Regierung Schuldenerleichterungen gewähren. Einen klassischen Schuldenschnitt für Athen lehnt vor allem Deutschland ab und verweist zur Begründung darauf, dass die Streichung von Schulden innerhalb der Eurozone rechtlich unmöglich sei. Im Gespräch ist aber eine Art "Schuldenschnitt light" mit der Streckung von Rückzahlungsfristen und Zinserleichterungen.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras und der französische Präsident Francois Hollande mahnen bei den Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket zur Eile. Beide seien sich einig, dass die Gespräche bald nach dem 15. August abgeschlossen werden sollten, erklärte die Regierung in Athen. Die Politiker hatten sich bei den Feierlichkeiten zur Eröffnung des neuen Suezkanals in Ägypten getroffen. Hollande sagte vor Journalisten, Ziel sei, die Verhandlungen bis Ende August abzuschließen. "Wir wissen, dass das schwer ist." Es müsse sichergestellt werden, dass die Bedingungen erfüllt seien.

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