Staatlich kontrollierter US-Hypothenkenfinanzierer Freddie Mac macht ersten Quartalsgewinn seit zwei Jahren

Stand: 08.08.2009 07:03 Uhr

US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac
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Langsam aus der Krise? Der US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac wurde 2008 vom Staat vor dem Kollaps gerettet.

Der staatlich kontrollierte US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac hat den ersten Quartalsgewinn seit zwei Jahren verbucht. Unter anderem hätten höhere Zinseinnahmen die anhaltend hohen Kreditausfälle wettgemacht, teilte der Branchenzweite mit. Im zweiten Quartal sei ein Nettogewinn von 768 Millionen Dollar erwirtschaftet worden nach einem Verlust von 9,9 Milliarden Dollar im ersten Vierteljahr und einem Defizit von 821 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Anders als der größere Schwesterkonzern Fannie Mae will Freddie Mac auch keine weitere Kapitalspritze der Regierung. Fannie Mae erlitt im zweiten Quartal einen Verlust von knapp 15 Milliarden Dollar und musste den Staat erneut um Finanzhilfen bitten.

Beide durch die Finanzkrise angeschlagenen Konzerne waren im September 2008 mit staatlichen Hilfen vor dem Kollaps bewahrt worden. Die US-Regierung wollte so den ins Rutschen geratenen Immobilienmarkt stützen und weitere Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten verhindern.

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