Weniger Ausgaben durch Zinsverfall Finanzkrise erspart Fiskus Milliarden

Stand: 10.08.2014 13:54 Uhr

Der deutsche Staat hat durch den Zinsverfall seit Beginn der Finanzkrise offenbar rund 120 Milliarden Euro eingespart. Allein im vergangenen Jahr hätten die öffentlichen Haushalte durch den Zinsrückgang seit 2007 fast 37 Milliarden Euro weniger ausgeben müssen, berichtete die "Welt am Sonntag". Das Blatt beruft sich dabei auf Berechnungen der Bundesbank.

Ein Paket mit einer Deutschlandfahne
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Sparen durch Zinsverfall: 120 Milliarden Euro mussten die öffentlichen Haushalte seit 2007 weniger ausgeben.

2007 - also vor der Finanzkrise - lag die durchschnittliche Verzinsung deutscher Staatsanleihen demnach bei 4,3 Prozent. 2013 seien es nach Bundesbank-Angaben noch 2,6 Prozent gewesen. "Bund, Länder und Kommunen konsolidieren ihre Haushalte derzeit vor allem aufgrund der niedrigen Zinsausgaben und der günstigen Einnahmeentwicklung", sagte der Wirtschaftsweise Lars Feld der "WamS".

Die Zinsentwicklung ist neben der Rekordbeschäftigung und den hohen Steuereinnahmen ein wesentlicher Grund für die Rückführung der Haushaltsdefizite in Deutschland. Im kommenden Jahr will der Bund erstmals seit 1969 keine neuen Schulden mehr aufnehmen.

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