Sarkozy

Alleingang in der Euro-Zone Frankreich führt Finanztransaktionssteuer ein

Stand: 29.01.2012 21:28 Uhr

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat die Einführung einer Finanztransaktionssteuer angekündigt. Die Steuer von 0,1 Prozent solle ab August für alle Unternehmen mit Sitz in Frankreich erhoben werden, sagte Sarkozy in einem Fernsehinterview. Frankreich ist mit dieser Maßnahme Vorreiter in der Euro-Zone.

Sarkozy hatte bereits Anfang Januar angekündigt, die Steuer notfalls im Alleingang einzuführen. Er hoffe, dass die Einführung andere Staaten dazu bringe, die Steuer ebenfalls zu erheben, fügte der Präsident in dem Interview mit dem Fernsehsender France 2 hinzu.

Michael Strempel (ARD Paris) zu Sarkozy und Finanztransaktionssteuer
EinsExtra 10:00 Uhr, 30.01.2012

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Höhere Mehrwertsteuer, niedrigere Sozialabgaben

Außerdem kündigte Sarkozy an, die Mehrwertsteuer um 1,6 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent anzuheben. Auch würden die Abgaben auf Finanzeinkommen um zwei Prozentpunkte erhöht. Mit daraus erzielten Einnahmen in Höhe von 13 Milliarden Euro würden dann die Sozialabgaben auf die niedrigen Einkommen gesenkt.

Um den Industrie-Standort Frankreich zu stärken, forderte Sarkozy erneut eine Abschaffung der 35-Stunden-Woche. Sollten die Sozialpartner das nicht schaffen, werde es der französische Gesetzgeber tun, fügte Sarkozy hinzu.

Sarkozy kündigt Transaktionssteuer an
J. Duchrow, WDR Paris
30.01.2012 02:55 Uhr

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