Rettungspaket für Finanzbranche vorgelegt 150 Milliarden Euro für Schwedens Banken

Stand: 20.10.2008 12:39 Uhr

Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt
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Die Regierung von Schwedens Ministerpräsident Reinfeldt beschloss ein milliardenschweres Rettungspaket für die Finanzbranche.

Die schwedische Regierung will mit einem umfangreichen Hilfspaket die Finanzbranche des Landes stützen. "Ziel der Maßnahmen ist es, die Finanzierung der Banken zu erleichtern und die Kreditkosten zu senken", sagte Finanzminister Mats Odell. Auf diese Weise sollten die Belastungen für Bürger und Banken reduziert werden. Die Regierung hat die Finanzbranche des Landes bislang stets als stabil bezeichnet.

Programm bis 2009 befristet

Das schwedische Rettungspaket basiert auf zwei Säulen. Zum einen übernimmt die die Regierung Bürgschaften für die Kreditvergabe der Banken bis zu einem Wert von umgerechnet rund 152 Milliarden Euro. Das Programm soll Ende des Monats in Kraft treten und bis April 2009 laufen. Bei Bedarf kann es bis Ende 2009 verlängert werden. Weitere rund 1,5 Milliarden Euro fließen in einen Fonds, der mögliche künftige Zahlungsschwierigkeiten schwedischer Banken auffangen solle.

Finanzminister Odell sagte, das Paket sei notwendig, um das Vertrauen in das schwedische Finanzsystem wiederherzustellen. Im Gegenzug für seine Leistungen verlangt der Staat von den Finanzinstituten des Landes eine risikoabhängige Gebühr.

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