Händler an der New Yorker Börse
marktbericht

Nasdaq mit neuem Rekord US-Anleger bleiben zuversichtlich

Stand: 25.01.2024 22:21 Uhr

Nach positiv aufgenommenen Wirtschaftsdaten herrscht an der Wall Street weiter Zuversicht. Die Indizes bleiben trotz der hohen Zinsen auf Rekordniveau. Vor allem Tech-Aktien sind gefragt.

Die US-Aktienmärkte bleiben weiter auf hohem Niveau. Dabei sorgt die Hoffnung auf eine stabile Wirtschaft trotz der hohen Zinsen für vorsichtigen Optimismus an der Wall Street.

Der Dow Jones, der Leitindex der Standardwerte, legte um 0,64 Prozent zu auf 38.049 Punkte, wobei vor allem im späten Geschäft noch Kaufneigung aufkam. Der Index blieb damit knapp unter seinem Rekordhoch von 38.109 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index verfehlte seine Bestmarke bei 4.903 Punkten im Tageshoch bei 4.898 Zählern nur knapp und schloss letztlich bei 4.894 Punkten um 0,53 Prozent höher.

An der Nasdaq konnten die Tageshochs nicht behauptet werden, die Indizes bröckelten danach ab. Am Ende schloss der Composite-Index leicht um 0,18 Prozent höher bei 15.510 Punkten, der Auswahlindex Nasdaq 100 ging bei 17.516 Punkten noch um 0,1 Prozent höher aus dem Handel.

Fundamentaler Rückenwind kam von BIP-Daten im vierten Quartal 2023. Denn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 3,3 Prozent. Befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 2,0 Prozent gerechnet.

"Diese Zahl untermauert die Hoffnung auf das Goldlöckchen-Szenario für die US-Wirtschaft, also eins mit moderatem Wachstum und geringer Inflation", sagte Chhad Aul, Chefanleger beim Vermögensverwalter SLGI in Toronto.

Das einzige Problem mit den Zahlen sei die Tatsache, dass sie der US-Notenbank Fed keinen Anreiz zu schnellen Zinssenkungen gäben, sagte Chefökonom Brian Jacobsen vom Vermögensverwalter Annex. Die Währungshüter versuchen, mit der geldpolitischen Straffung die Inflation zu dämpfen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen.

Andere Wirtschaftsdaten fielen nicht so stark aus, wurden aber von den BIP-Zahlen überlagert. So stagnierten die Auftragseingänge der Industrie zum Jahresstart. Die Bestellungen für langlebige Güter wie Flugzeuge und Maschinen lagen im Dezember auf dem Niveau des Vormonats, wie das Handelsministerium mitteilte. Befragte Volkswirte hingegen hatten mit einem Anstieg um 1,1 Prozent gerechnet, nachdem es im November einen kräftigen Zuwachs von revidiert 5,5 Prozent gegeben hatte.

Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist derweil überraschend stark gestiegen. In der vergangenen Woche nahm die Zahl der Hilfsanträge um 25.000 auf 214.000 zu, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 200.000 erwartet.

Unterstützung für die Börse kam auch von guten IBM-Ergebnissen. Die Aussichten beim US-Computerriesen bessern sich auch dank des konzerneigenen Fokus auf Software und Dienste. Umsatz und Barmittelzufluss sollen im neuen Jahr deutlicher wachsen als von Experten erwartet. Auch bei dem Geschäft mit Künstlicher Intelligenz (KI) zieht die Nachfrage laut Konzernchef Arvind Krishna an.

Trotzdem wird IBM auch in diesem Jahr Arbeitsplätze streichen. Im vierten Quartal habe das Unternehmen mit dem Zufluss von Finanzmitteln positiv überrascht, im Softwaregeschäft seien die Erwartungen aber höher gewesen, schrieb Jefferies-Analyst Brent Thill. Der Ausblick sei stark ausgefallen. Auch die Auftragsbücher für Cloudsoftware sähen gut aus. Das Papier gewann an der NYSE 9,49 Prozent auf 190,43 Dollar und war im Verlauf sogar schon über 13 Prozent gestiegen. Damit knüpfte der Kurs an den positiven Trend der vergangenen Monate an. Im Frühjahr 2023 hatte er zwischenzeitlich noch zwischen 120 und 130 Dollar gependelt.

Der Halbleiter-Riese Intel hat Anleger mit seinem Ausblick für das laufende Quartal enttäuscht. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als sechs Prozent. Intel stellte für das laufende Vierteljahr Erlöse zwischen 12,2 und 13,2 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt mit gut 14 Milliarden Dollar gerechnet. Auch die Prognose für den bereinigten Gewinn pro Aktie fiel deutlich unter den Erwartungen aus.

Die Prognose zeigt, dass Intel-Chef Pat Gelsinger bei der Umgestaltung des einst dominierenden Chipunternehmens noch viel Arbeit vor sich hat. Unter anderem bei Technik für Rechenzentren ist die Konkurrenz stark. Gelsinger will die Wende mit neuen Produktionsprozessen für effizientere Chips schaffen.

Im vergangenen Quartal steigerte Intel den Umsatz im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar (14,2 Mrd Euro) und übertraf damit etwas die Markterwartungen. Unter dem Strich gab es einen Gewinn von 2,7 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 700 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Aktien der US-Mobilfunktochter der Telekom geben nachbörslich trotz robuster Zahlen nach. Dabei hat T-Mobile beim Kundenzuwachs erneut die Konkurrenz hinter sich gelassen, allerdings gefällt der Ausblick von 5 bis 5,5 Millionen Neukunden für 2024 offenbar nicht. Im Mittel lagen die Prognosen bei 5,34 Millionen. Im abgelaufenen Quartal lag das Plus bei 934.000.

Der Umsatz ging in den vergangenen Monaten zwar um 1,3 Prozent auf 20,48 Milliarden Dollar zurück, blieb aber über der Analystenprognose von 19,64 Milliarden Dollar. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Kerngeschäft soll im laufenden Jahr auf 31,3 Milliarden Dollar bis 31,9 Milliarden Dollar steigen, teilte die wichtigste Tochter der Deutschen Telekom mit. 2023 zog dieser Werte um rund zehn Prozent auf etwas mehr als 29 Milliarden Dollar (rund 26,7 Mrd Euro) an.

Die Tatsache, dass die EZB wie erwartet nicht an der Zinsschraube drehte und auch keine Hinweise darauf gibt, wann dies der Fall sein könnte, wurde heute von der Börse positiv aufgenommen. Der Entscheid, den Leitzins unverändert bei 4,5 Prozent zu belassen, war genau so erwartet worden, Überraschungen blieben damit aus. Was für die Börse meist nicht das Schlechteste ist.

Der DAX, der im Tagestief bei 16.785 Punkten stand, grenzte im Nachgang zum Zinsentscheid seine Verluste immer mehr ein und drehte im Gefolge sogar ins Plus. Er schloss bei 16.906 Punkten um 0,1 Prozent leicht höher.

Der Index behält damit auch vor dem Hintergrund steigender US-Märkte sein Rekordhoch bei 17.003 Punkten im Visier. Er trotzte dabei auch einem schwächer als erwartet ausgefallenen ifo-Geschäftsklimaindex, der am Vormittag veröffentlicht wurde. Das Tagestief lag bei 16.785 Punkten. Auch der MDAX, den Index der mittelgroßen Werte, grenzte im Verlauf seine Verluste ein, schaffte aber bei 26.075 Punkten nicht mehr den Sprung in die Pluszone. Der Abschlag lag am Ende bei 0,25 Prozent.

Update Wirtschaft vom 25.01.2024

Stefan Wolff, HR, tagesschau24, 25.01.2024 09:00 Uhr

Thema des Tages war der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) um Präsidentin Christine Lagarde. Die Euro-Währungshüter haben heute auf ihrem ersten geldpolitischen Treffen 2024, den Schlüsselzins bei 4,50 Prozent zu belassen. Der am Finanzmarkt richtungsweisende Einlagensatz, den Geldhäuser für das Parken überschüssiger Gelder von der Notenbank erhalten, bleibt weiter auf dem Rekordniveau von 4,00 Prozent.

Lagarde erklärte auf ihrer anschließenden Pressekonferenz, im EZB-Rat sei man sich einig gewesen, dass es "zu früh sein", über Zinssenkungen zu sprechen. Konsens herrsche unter den Währungshütern auch darüber, dass der geldpolitische Kurs weiter an Daten und nicht am Kalender auszurichten sei, sagte sie auf die Frage, ob Zinssenkungen im März oder April vom Tisch seien. "Wir haben unsere Abhängigkeit von den Daten bestätigt", fügte sie hinzu.

Laut Lagarde ist die EZB auf einem guten Weg, die Inflation im Euro-Raum auf zwei Prozent zurückzubringen. "Wir werden wahrscheinlich viel mehr im April, Mai wissen," sagte sie jüngst am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. An der Börse waren zum Jahreswechsel die Spekulationen auf rasche Zinssenkungen in diesem Jahr ins Kraut geschossen. Mehrere Währungshüter, darunter Lagarde und Bundesbank-Präsident Joachim Nagel haben sich zuletzt immer wieder gegen aus ihrer Sicht zu aggressive Zinssenkungserwartungen gestemmt.

"Die EZB hält erwartungsgemäß am Leitzinsniveau fest", sagte Ralf Umlauf von der Helaba in einer ersten Reaktion. Die Formulierungen im Statement seien außerdem im Kern unverändert geblieben. Er sieht darin ein Indiz dafür, dass die Leitzinsen so lange wie erforderlich auf einem ausreichend restriktiven Niveau bleiben werden.

Für einen Dämpfer sorgten zuvor aktuelle Konjunkturdaten: Denn die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zu Beginn des Jahres weiter verschlechtert und ist auf den tiefsten Stand seit mehr als dreieinhalb Jahren gefallen. Das ifo-Geschäftsklima sank im Januar zum Vormonat um 1,1 Punkte auf 85,2 Zähler, wie das ifo-Institut mitteilte. Es ist der zweite Rückgang in Folge, der den wichtigsten Frühindikator für die deutsche Wirtschaft auf den tiefsten Stand seit Mai 2020 drückt. "Die deutsche Wirtschaft steckt in der Rezession fest", kommentierte ifo-Präsident Clemens Fuest.

"Wie Leim klebt Deutschland derzeit wirtschaftlich an der Nulllinie", kommentiert Claus Niegsch, Branchenanalyst der DZ Bank. Das zeige auch der ifo-Index. "Das ist ein unbefriedigender Jahresstart und für die hiesige Konjunktur kann somit keine Entwarnung gegeben werden."

Am Ölmarkt ging es indes erneut nach oben. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und die leichte US-Sorte WTI verteuerten sich um jeweils gut zwei Prozent. Für die Gewinne sorgten unter anderem die Verunsicherung über die anhaltenden Angriffe der Huthi-Rebellen aus dem Jemen im Suezkanal. Zwei Schiffe waren am Mittwoch der Reederei Maersk zufolge bei der Einfahrt ins Rote Meer umgekehrt, nachdem sie nahe gelegene Explosionen bemerkt hatten.

"Der Energiemarkt hat endlich erkannt, dass die Störungen auf der für die Öltransporte wichtigen Schifffahrtsroute noch Monate andauern könnten", sagte Joshua Mahony, Chefanalyst beim Broker Scope Markets. Die Gewährleistung einer sicheren Passage mit militärischen Maßnahmen ist laut dem Experten eher unwahrscheinlich.

Für bessere Stimmung sorgte auch, dass China zusätzliche Schritte zur Stützung seiner Wirtschaft unternimmt. Gestern hatte die Notenbank angekündigt, ihre Geldpolitik demnächst ein Stück weit zu lockern. Beobachter halten weitere Regierungsmaßnahmen für wahrscheinlich. China ist einer der größten Ölverbraucher der Welt.

Am Devisenmarkt gab der Euro nach den starken BIP-Daten im Schlussquartal aus den USA zum Dollar nach und wurde zuletzt im US-Handel bei 1,0837 Dollar gehandelt. Das ist rund ein halber Cent weniger als am Morgen.

Bankvolkswirte zeigten sich positiv überrascht von den BIP-Zahlen für die Monate Oktober bis Dezember. "Anzeichen für ein Abrutschen in eine Rezession liefern die Daten nicht", kommentierten Christoph Balz und Bernd Weidensteiner von der Commerzbank. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0893 (Mittwoch: 1,0905) Dollar fest.

Adidas wehrte sich gegen Vorwürfe von Tierschützern, für die Herstellung von Fußballschuhen würden Kängurus "grausam ermordet". Der Anteil von Känguru-Leder bei der Herstellung von Fußballschuhen liege inzwischen bei deutlich unter 0,5 Prozent, sagte ein Adidas-Sprecher. "Wir beziehen das Leder ausschließlich von Zulieferern, die von der australischen Regierung überwacht und zertifiziert werden, um sowohl das Tierwohl als auch den Artenschutz zu gewährleisten", betonte er. Die Erklärung des DAX-Konzerns kam bei den Anlegern gut an, die Adidas-Aktie stand mit einem deutlichen Plus von über fünf Prozent an der Indexspitze.

Tierschützer haben via Instagram für kommenden Montag zu einer Demonstration vor der Adidas-Firmenzentrale in Herzogenaurach aufgerufen. Adidas sei der einzige der großen Sportschuhhersteller, der noch auf Känguru-Leder zurückgreife, heißt es auf der Internetseite der Kampagne "kangaroosarenotshoes.org". Andere Hersteller machten vor, wie etwa veganes Leder als Alternative dienen könne.

Der iPhone-Konzern Apple ist in China nach Daten des US-Marktforschungsunternehmens IDC erstmals zum führenden Smartphone-Anbieter aufgestiegen. Mit einem Marktanteil von 20 Prozent übertrifft Apple im vierten Quartal die einheimischen Rivalen Honor (16,8 Prozent), Vivo (15,7 Prozent), Huawei (13,9 Prozent) und Oppo (13,7 Prozent). Apples Aufstieg an die Spitze, insbesondere angesichts der Konkurrenz durch Huawei und der schwachen Kaufstimmung, stelle einen "enormen Erfolg" dar, erklärte Arthur Guo, Analyst bei IDC China.

Nutzerinnen und Nutzer eines iPhones in der Europäischen Union können derweil künftig nicht nur Anwendungen aus dem App-Store von Apple installieren, sondern dafür auch alternative App-Marktplätze verwenden. Das kündigte Apple heute in Cupertino an. Gleichzeitig lässt der iPhone-Konzern konkurrierende Bezahlmethoden und alternative Technologien für Webbrowser zu, die bislang von Apple mit Hinweis auf Sicherheitsrisiken nicht gestattet waren. Um die neuen Möglichkeiten nutzen zu können, muss auf dem Gerät die neueste Betriebssystemversion iOS 17.4 installiert sein.

Apple reagiert damit auf rechtliche Vorgaben durch das neue EU-Gesetz über Digitale Märkte (Digital Markets Act/DMA). Danach müssen große und dominante Anbieter, sogenannte "Gatekeeper", App-Stores anderer Anbieter zulassen. Bisher konnte man auf iPhones Apps nur aus der hauseigenen Download-Plattform des Konzerns herunterladen.

Die mit Vorwürfen des Etikettenschwindels bei nachhaltigen Kapitalanlagen konfrontierte Fondsgesellschaft DWS will ihren Aktionären eine außerordentliche Dividende zahlen. Neben einer ordentlichen Dividende für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 2,10 Euro pro Aktie biete DWS seinen Investoren eine außerordentliche Zahlung von 4,00 Euro pro Anteilsschein an, teilte die im SDAX notierte Tochtergesellschaft der Deutschen Bank am Donnerstag mit.

Die Fondsgesellschaft steht wegen Vorwürfen des sogenannten Greenwashings im Fokus der Ermittler. Dabei geht es um den Verdacht des Etikettenschwindels bei Angaben zu Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten von Investments. Am 16. Januar hatte es in diesem Zusammenhang eine Durchsuchung in den Räumen der DWS in Frankfurt gegeben. Bereits Ende Mai 2022 hatte die DWS Besuch von Ermittlern bekommen.

Der Luxusgüterkonzern LVMH mit Marken wie Louis Vuitton oder Christian Dior hat 2023 ein weiteres Rekordjahr hingelegt. Der Erlös stieg gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf rund 86,15 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Abend mitteilte. Aus eigener Kraft erlösten die Franzosen 13 Prozent mehr.

Vor allem der wichtigste Bereich rund um Mode und Lederwaren legte zu. Nur das Geschäft mit Wein und Spirituosen verzeichnete einen Rückgang. Das operative Ergebnis kletterte um acht Prozent auf 22,8 Milliarden Euro. Als einzige Sparte erlitten auch hier Wein und Spirituosen einen leichten Rückgang. Unter dem Strich verdiente LVMH 15,17 Milliarden Euro und damit ebenfalls acht Prozent mehr.

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat als zweites Unternehmen nach Apple beim Marktwert die Marke von drei Billionen Dollar geknackt. Der Konkurrent Apple lag gestern mit 3,02 Billionen Dollar Marktkapitalisierung im Ranking der wertvollsten Unternehmen aber knapp vorne. Microsoft profitiert derzeit dank seiner frühen Investitionen in den ChatGPT-Hersteller Open AI mehr als andere Tech-Konzerne vom Boom rund um Künstliche Intelligenz. Apple hatte im Januar 2022 erstmals drei Billionen Dollar Marktwert erreicht. Heute legte die auch im Dow Jones enthaltene Aktie weitere 0,57 Prozent zu.

Deutliche Verluste von über 12 Prozent verzeichnete die Tesla-Aktie in New York. Preissenkungen und Kaufanreize haben dem Autobauer Tesla die Bilanz verhagelt. Zudem erwartet der E-Auto-Pionier im laufenden Jahr eine Verlangsamung des Absatzwachstums. Der Konzern meldete am Mittwoch nach Börsenschluss für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg um drei Prozent auf 25,2 Milliarden Dollar. Das war aber das geringste Wachstum seit mehr als drei Jahren und lag unter den Schätzungen von Experten von 25,6 Milliarden.

Der chinesische Automobilhersteller BYD wird sein erstes Elektroautowerk außerhalb Asiens in Brasilien bauen. Insgesamt drei Milliarden Reais (rund 563 Millionen Euro) werden dafür investiert, teilte der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva über die Plattform X, ehemals Twitter, am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Damit könnten 10.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Arbeiten in dem Werk in der Stadt Camaçari im Bundesstaat Bahia im Nordosten des Landes sollen der brasilianischen Zeitung "O Globo" zufolge in den nächsten Wochen beginnen. Der chinesische Autobauer BYD, was für Build Your Dreams (Erbaue deine Träume) steht, hatte zuletzt einen rasanten Aufstieg hingelegt. Anfangs baute die Firma noch Handy-Akkus, seit 2003 sind die Südchinesen im Autogeschäft und mauserten sich zum mittlerweile größten E-Autobauer auf dem wichtigsten Fahrzeugmarkt der Welt. Mit mehr als 520.000 verkauften E-Autos im vierten Quartal 2023 stieß der Konzern sogar den US-Primus Tesla weltweit vom Podest.

Die nach einem aufsehenerregenden Zwischenfall stillgelegten Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max 9 werden bald wieder in die Luft steigen dürfen. Die US-Luftfahrtbehörde genehmigte gestern das Verfahren für die von ihr angeordneten Inspektionen der Maschinen. Nach Angaben betroffener Airlines dauert eine solche Prüfung mehrere Stunden pro Flugzeug.

Die Aufarbeitung des jüngsten Vorfalls mit einer Boeing 737-MAX wirkt sich aber auf die laufende Produktion des stark gefragten Flugzeugmodells aus. Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersagte dem Flugzeugbauer am Mittwochabend, die Fertigung des Konkurrenzprodukts zum Airbus A320 auszuweiten. Die Behörde nannte keinen Zeitraum oder wie viele Flugzeuge pro Monat ausgeliefert werden dürfen. Analysten zufolge kann die Anordnung dazu führen, dass Airlines länger auf neue Maschinen warten müssen und Zulieferer in die Bredouille geraten.

Die nahende Komplettübernahme der Deutschlandtochter des spanischen Telekomkonzerns Telefonica hat auch Konsequenzen für dessen Indexnotierung. Telefonica Deutschland wird ab heute nicht mehr im MDAX und und TecDAX enthalten sein, wie der Indexanbieter Stoxx mitteilte. Mit dem Ablauf des Übernahmeangebots war die Beteiligung an der Tochter auf gut 93 Prozent gestiegen. Damit erfüllt Telefonica Deutschland nicht mehr die für die Notierung in den Indizes notwendige Bedingung eines Streubesitzanteils von mindestens zehn Prozent.

Dafür steigt der luxemburgische Industrierecycler Befesa den Index der mittelgroßen Werte MDAX auf. Dessen Platz im SDAX übernimmt der Büromöbelhändler Takkt.

Givaudan hat im vergangenen Jahr unter dem starken Franken und der getrübten Konsumentenstimmung gelitten. Im Schlussquartal gewann der Genfer Konzern aber wieder deutlich an Schwung. Zudem sorgten Preiserhöhungen und Kontermaßnahmen für eine verbesserte Profitabilität.

In Schweizer Franken sank der Umsatz um 2,8 Prozent auf 6,92 Milliarden Franken (7,34 Milliarden Euro). Organisch, also ohne Zu- und Verkäufe sowie um Währungseinflüsse bereinigt, stieg der Umsatz dagegen um 4,1 Prozent, wie der Hersteller von Aromen und Duftstoffen für Esswaren, Haushalts- und Pflegeartikel am Donnerstag mitteilte. Die Aktie legte in Zurich deutlich zu. In dessen Sog stieg im DAX auch das Papier von Konkurrent Symrise um fast drei Prozent und gehörte damit zu den größten Gewinnern im deutschen Leitindex.

Dieses Thema im Programm: Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. Januar 2024 um 09:00 Uhr.