Wirtschaftskrise kostet Exporteure 180 Milliarden Euro "China könnte Deutschland den Titel abjagen"

Stand: 18.08.2009 11:49 Uhr

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In der Krise sind weniger Waren unterwegs.

Die weltweite Wirtschaftskrise kostet die deutschen Exporteure nach einer Prognose in diesem Jahr rund 180 Milliarden Euro Umsatz. Die Unternehmen würden Waren im Wert von rund 815 Milliarden Euro ins Ausland verkaufen - 17 Prozent weniger als 2008, hieß es in der Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

"China könnte Deutschland den Titel abjagen"

Im vergangenen Jahr hatte der Exportumsatz mit 995 Milliarden noch einen Rekordwert erreicht. Nun könnte Deutschland laut DIHK sogar seine Stellung als führende Exportnation verlieren. "China könnte Deutschland den Titel des Exportweltmeisters abjagen, da seine Exporte nur um 15 Prozent schrumpfen", hieß es.

2010 etwas Wachstum

Den immensen Einnahmeverlust auf den Auslandsmärkten werden die deutschen Unternehmen 2010 nur teilweise wettmachen, sagt der DIHK voraus. Erwartet werde ein Export-Wachstum von vier Prozent auf knapp 850 Milliarden Euro. Die Prognosen beruhen auf einer Umfrage unter den Experten von 80 deutschen Außenhandelskammern in 80 Ländern.

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