Euro Rettungsschirm

Finanzministertreffen in Luxemburg Estland bekommt den Euro

Stand: 07.06.2010 21:34 Uhr

Die Finanzminister der Eurogruppe haben sich für die Aufnahme Estlands in die Währungsunion im kommenden Jahr ausgesprochen. "Estland wird das 17. Mitglied der Euro-Zone am 1. Januar 2011", sagte der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, nach dem Treffen in Luxemburg.

Die Aufnahme muss noch von den Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten bei ihrem regulären Gipfel Mitte Juni befürwortet werden. Die EU-Kommission hatte festgestellt, dass die Baltenrepublik alle Kriterien für eine Aufnahme in die Euro-Zone erfüllt.

EU-Finanzminister unterzeichnen in Luxemburg das milliardenschwere Rettungspaket

Auf den Weg gebracht: Die EU-Finanzminister unterzeichnen in Luxemburg das milliardenschwere Rettungspaket. Auf dem Bild zusehen sind Luc Frieden (Luxemburg), Christine Lagarde (Frankreich), Elena Salgado (Spanien), Wolfgang Schäuble (Deutschland), Didier Reynders (Belgien).

Offizielle Grundlage für Rettungsschirm geschaffen

Zudem trafen die Minister die endgültige Entscheidung über Schaffung des riesigen Rettungsschirms in Höhe von 750 Milliarden Euro, mit dem kriselnde Euro-Staaten abgesichert werden sollen. Die Euro-Finanzminister einigten sich auf die Gründung einer Finanzgesellschaft. Sie nimmt notfalls Kredite für "Wackelkandidaten" auf, wie Diplomaten am Rande der Sitzung berichteten.

Der Rettungsschirm war von der EU Anfang Mai unter großem Druck vereinbart worden. Seitdem war wochenlang über Einzelheiten verhandelt worden. Mit dem System soll die Stabilität des Euro abgesichert werden. 500 Milliarden Euro entfallen auf die Europäer, die restlichen 250 Milliarden Euro auf den Internationalen Währungsfonds (IWF).