Container im Hafen von Schanghai
Hintergrund

Präsident Xi auf Staatsbesuch in Berlin Deutsch-chinesische Geschäfte

Stand: 28.03.2014 17:46 Uhr

Deutschland und China wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen. Während des Besuchs von Chinas Präsident Xi Jinping in Berlin wurden mehrere Vereinbarungen unterzeichnet. Dabei handelt es sich um Absichtserklärungen, teilweise aber auch um Milliardengeschäfte:

Der Finanzplatz Frankfurt soll Handelszentrum für die chinesische Währung Yuan in der Eurozone werden. Nach der Absichtserklärung von Deutscher Bundesbank sowie chinesischer Zentralbank soll eine sogenannte Clearing-Bank aufgebaut werden, über die Handelsgeschäfte in Yuan abgewickelt werden sollen. Außerhalb Asiens gibt es bisher keine solcher Drehscheiben.

Die Deutsche Börse sowie die Bank of China wollen nach einer Absichtserklärung stärker kooperieren - bei der Entwicklung von Kapitalmarktprodukten sowie -dienstleistungen und der Infrastruktur.

Außenhandel mit China

Siemens unterzeichnete mit Huaneng Power International, dem größten börsennotierten Energieerzeuger Chinas, sowie der Shanghai Electric Group eine Absichtserklärung für eine strategische Partnerschaft. Es geht um Nachrüstung und Neubau von Kraftwerken.

Der Autokonzern Volkswagen will mit dem Partner Shanghai Automotive bei Brennstoffzellen- und Hybridwagen kooperieren. Mit dem Partner First Automotive Works wird unter anderem die gemeinsame Entwicklung von Fahrzeugen mit Alternativantrieben ins Auge gefasst.

Der Autobauer BMW und sein Partner Brilliance Automotive wollen ihre Zusammenarbeit fortsetzen und vertiefen.

Der Autokonzern Daimler will mit seinem Partner Beijing Automotive die Auto- und Motorenproduktion in Peking ausbauen. Wie der Dax-Konzern mitteilte, investieren beide Seiten gemeinsam eine Milliarde in die Kapazitätserweiterung. Die Summe ist Teil eines früheren Abkommens über Investitionen von insgesamt vier Milliarden Euro bis 2015. Nach dem Bau eines Motoren- und eines Kompaktwagenwerks in China ist die jüngste Ankündigung nun einer der nächsten großen Schritte.

Der drittgrößte deutsche Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat den Vertrag über den Verkauf seines Geschäftsfelds Gummi & Kunststoff an Times New Material Technology (TMT) unterzeichnet. - Der Bayer-Konzern will in dem Pekinger Distrikt Daxing das Werk seiner Tochtergesellschaft HealthCare erweitern.

Das Berliner Entsorgungsunternehmen Alba unterzeichnete eine Absichtserklärung zur Recycling-Zusammenarbeit in der Stadt Jieyang.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin schloss mit der China Development Bank ein Abkommen zur Flugzeugfinanzierung.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. März 2014 um 20:00 Uhr.