Banner Merkel China

China-Reise der Kanzlerin Merkel wirbt für Europa

Stand: 02.02.2012 05:42 Uhr

Zum Auftakt ihrer China-Reise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Vertrauen in die Europäische Union geworben. Der Euro habe Europa stärker gemacht, sagte Merkel in einer Rede zur Finanz- und Währungspolitik vor der Akademie für Sozialwissenschaften in Peking. Zudem hob die Kanzlerin hervor, dass die Europäische Union in den vergangenen zwei Jahren große Fortschritte gemacht habe.

Nach der Rede wird sie mit Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao zusammenkommen. Mit ihm will sie über die Schuldenkrise in Europa sprechen und um chinesische Investitionen für den Euro-Rettungsschirm und auch in Deutschland werben.

Bundeskanzlerin Merkel wirbt in Rede für Europa
tagesschau 12:00 Uhr, 02.02.2012, Ariane Reimers, ARD Peking

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Deutsch-chinesische Wirtschaft

Am Freitag reist die deutsche Regierungschefin in den Süden Chinas nach Kanton weiter, das eines der wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes ist. Fast 500 deutsche Unternehmen sind dort ansässig. Merkel will eines davon besichtigen, mit deutschen und chinesischen Wirtschaftsvertretern sprechen und am deutsch-chinesischen Wirtschaftsforum teilnehmen. Die Kanzlerin wird auf ihrer Reise von einer hochrangigen deutschen Wirtschaftsdelegation begleitet.

Gedämpfte Erwartungen

Chinesische Experten dämpften Erwartungen, dass China in großem Stil europäische Staatsanleihen kaufen könnte. Der Rest der Euro-Zone müsse erst zu Reformen des gegenwärtigen Finanzsystems bereit sein, zitierte die Zeitung "Global Times" den Forscher Shen Jiru vom Institut für Weltwirtschaft und Politik in der Akademie der Sozialwissenschaften.

Die deutsche und die chinesische Flagge beim Besuch von Kanzlerin Merkel in Peking
galerie

Flaggen zur Begrüßung für die Kanzlerin

Auch müssten neue Wege für wirtschaftliches Wachstum in Europa gefunden werden. "Die Europäische Union hat eine einheitliche Währung, aber kein einheitliches Finanzsystem, das sicherstellt, dass sich auch jedes Land an das Versprechen hält, seine Schulden zu verringern", sagte Shen Jiru. "Mehr Geld hineinzupumpen, wird die Probleme nicht lösen." Wenn die EU die Schlupflöcher nicht selbst stopfen könne, könne auch China nicht einspringen und einfach Geldmittel zur Verfügung stellen, wurde der Experte zitiert.

Aus seinen Außenhandelsüberschüssen hat China mit insgesamt 3,18 Billionen US-Dollar (umgerechnet 2,4 Billionen Euro) die größten Devisenreserven der Welt angesammelt. Die genaue Zusammensetzung ist unklar, doch schätzen Experten, dass etwa ein Viertel davon in Euro gehalten werden.

Investitionen auf der Agenda

Kanzlerin Merkel wirbt in China um Vertrauen in Europa
galerie

Kanzlerin Merkel wirbt in China um Vertrauen in Europa und Deutschland.

Die Kanzlerin will in China auch um mehr Investitionen in Deutschland werben. Chinesische Experten äußerten ihre Hoffnung, dass Deutschland im Gegenzug auch seine Beschränkungen für hochtechnologische Exporte nach China aufhebt.

Es wird erwartet, dass sich die Bundeskanzlerin auch zu Menschenrechtsthemen äußern wird. "In meinen Gesprächen spielen Menschenrechte stets eine Rolle", sagte Merkel der Zeitung "Die Welt" vor ihrer Abreise. "Ich werde in China über meine Überzeugungen und Werte so sprechen wie in Deutschland", sagte Merkel, die in Peking "in der gebotenen Höflichkeit und Klarheit" für die Achtung der unveräußerlichen Menschenrechte und für Rechtsstaatlichkeit eintreten will.

Darstellung: