BMW-Logo | Bildquelle: AFP

Vergleich mit US-Börsenaufsicht BMW zahlt Millionenstrafe an SEC

Stand: 25.09.2020 09:44 Uhr

Die angeblich irreführenden Angaben zu seinen Absatzzahlen kommen BMW in den USA teuer zu stehen. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat nun eine hohe Strafe verhängt.

Das Münchener Unternehmen und zwei Tochterfirmen zahlen im Rahmen eines Vergleichs nach Angaben der Börsenaufsicht SEC eine Geldstrafe von 18 Millionen Dollar.

Laut den Börsenwächtern hatte BMW seine Zahlen zum Absatzvolumen auf dem amerikanischen Automarkt in den Jahren 2015 bis 2019 mit verschiedenen dubiosen Methoden aufgehübscht. Dadurch hätten interne Zielmarken erreicht werden sollen. Zudem habe das Unternehmen öffentlich besser im Konkurrenzkampf mit anderen Premium-Anbietern dastehen wollen.

BMW akzeptiert die Strafe

Die SEC störte sich laut ihrer Mitteilung insbesondere daran, dass die amerikanische Tochter BMW Capital die zweifelhaften Angaben zu den Verkaufszahlen auch Investoren und Ratingagenturen gegenüber gemacht habe. Dadurch seien bei der Ausgabe von Unternehmensanleihen im Volumen von rund 18 Milliarden Dollar irreführende Informationen verbreitet worden. Die SEC hob jedoch hervor, dass BMW trotz Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie bei den Ermittlungen gut kooperiert habe. Dies sei beim Strafmaß berücksichtigt worden.

BMW bestätigte auf Anfrage, die Geldstrafe akzeptiert zu haben. Das Unternehmen sei froh, die Angelegenheit aus der Welt geschafft zu haben, hieß es in einer Stellungnahme. Ein US-Sprecher von BMW behauptete indes, dass dem Konzern von der SEC kein absichtliches Fehlverhalten vorgeworfen worden sei und die meisten der beanstandeten Vergehen bereits über drei Jahre zurücklägen.

Die im Dax notierten Stammaktien von BMW reagieren praktisch gar nicht auf die Bekanntgabe der Strafe. Auch wenn die Ergebnisentwicklung im Corona-Jahr 2020 noch alles anderes sicher ist. In den vergangenen fünf Jahren hatte BMW jeweils mindestens 4,9 Milliarden Euro Gewinn gemacht.

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Vor einem Jahr hatte die Behörde bereits dem italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler eine Strafe von 40 Millionen Dollar wegen Irreführung von Investoren durch angeblich frisierte Verkaufszahlen aufgebrummt.

Kein Vergleich zu VW

Im Vergleich mit dem Abgasskandal von Volkswagen lassen sich die Strafen sowieso kaum vergleichen. Die Wolfsburger hatte ihr Fehlverhalten einen zweistelligen Milliardenbetrag gekostet.

ME/dpa

Quelle: boerse.ard.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. September 2020 um 11:00 Uhr.

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