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Mehr eingenommen als erwartet Airbnb gelingt fulminanter Börsenstart

Stand: 10.12.2020 22:37 Uhr

Der Wohnungsvermittler Airbnb hat an der New Yorker Börse ein glänzendes Börsendebüt gegeben. Es ist der größte US-Börsengang in diesem Jahr.

Der Aktienkurs des Apartment-Vermittlers Airbnb hat sich beim Börsengang am Donnerstag mehr als verdoppelt. Die Aktie ging in den Handel mit einem ersten Kurs von 146 Dollar - bei einem Ausgabepreis von 68 Dollar. Der Börsenwert von Airbnb überschritt damit die Marke von 100 Milliarden Dollar. Am Ende legte die Aktie über 112 Prozent zu auf 144,71 Dollar.

Dank der starken Nachfrage hatte der Wohnungsvermittler den Ausgabepreis seiner Aktien zuvor noch einmal auf 68 Dollar erhöht. Ursprünglich hatte Airbnb lediglich einen Ausgabepreis von 44 bis 50 Dollar anvisiert.

Damit setzt Airbnb mit seiner Erstnotiz an diesem Donnerstag die Reihe erfolgreicher Börsengänge fort, die das Corona-Jahr 2020 zu einem Rekordjahr bei Börsengängen in den USA machen.

Airbnb IPO | picture alliance / newscom, John Angelillo

Airbnb IPO Bild: picture alliance / newscom, John Angelillo

Größter US-Börsengang des Jahres

Zum Ausgabepreis von 68 Dollar je Aktie kam Airbnb auf eine Gesamtbewertung von 47 Milliarden Dollar. Mit den von Airbnb und Altaktionären auf den Markt gebrachten rund 52 Millionen Aktien nahm Airbnb so brutto gut 3,5 Milliarden Dollar ein. Es ist damit der größte US-Börsengang in diesem Jahr.

An den Finanzmärkten war der Börsengang der Zimmer-Vermittlungsplattform lange als spektakulärste US-Premiere 2020 gehandelt worden. Dann kam die Corona-Krise und mit ihr eine große Ungewissheit. Inzwischen hat sich das Geschäft aber wieder etwas erholt. Zuletzt konnte Airbnb sogar ein seltenes Quartal mit schwarzen Zahlen vorweisen.

Rekordjahr für Börsengänge

Im vergangenen Vierteljahr verdiente das Unternehmen 219 Millionen Dollar. In den neun Monaten bis Ende September fielen jedoch Verluste von knapp 697 Millionen Dollar an. Das Corona-Jahr 2020 ist bereits ein Rekordjahr bei den Börsengängen in den USA und Airbnb unterstreicht die Nachfrage vor allem nach Tech-Unternehmen. Bisher haben Unternehmen Bloomberg-Daten zufolge bei Börsengängen in den USA im laufenden Jahr schon mehr 163 Milliarden Dollar eingesammelt - so viel wie nie zuvor.

lg/la/dpa