Vonovia-Immobilie in Castrop-Rauxel

Dividende wird erhöht Vonovia tankt sich durch die Krise

Stand: 04.11.2020 09:22 Uhr

Steigende Mieteinnahmen und Zukäufe bescheren dem Wohnungs-Giganten weiterhin steigende Gewinne. Vonovia hat die Corona-Pandemie bislang sehr robust überstanden und blickt zuversichtlich nach vorn.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres summierte sich das operative Ergebnis bei Vonovia auf gut eine Milliarde Euro, das waren rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu trugen höhere Mieten, der Zukauf der schwedischen Hembla sowie der Neubau bei. Die Mieteinnahmen stiegen bei einem weiterhin geringen Leerstand um knapp zwölf Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

"Wir gehen davon aus, dass Corona auch in den kommenden Monaten keine signifikanten Auswirkungen auf unser Geschäft haben wird", sagte Vorstandschef Rolf Buch am Mittwoch. Bauch erwartet nun, dass das operative Ergebnis (Group FFO) 2020 im Bereich des oberen Endes der Prognose-Bandbreite von 1,28 Milliarden Euro bis 1,33 Milliarden Euro liegen wird. Für 2021 stellte er weitere Zuwächse in Aussicht. Die Aktionäre sollen für 2020 eine Dividende von 1,69 Euro je Aktie erhalten. Das sind zwölf Cent mehr als im Vorjahr.

Wachstum über Deutschland hinaus

Im laufenden Jahr profitiert Vonovia vor allem vom Kauf des schwedischen Wohnungsunternehmens Hembla sowie dem Bau und der Modernisierung von Wohnungen. Vonovia besitzt inzwischen 415.000 Wohnungen in Deutschland, Österreich und Schweden, davon gut 350.000 in der Bundesrepublik. Vor allem wegen der sehr hohen Nachfrage nach Wohnungen sowie hohen Investitionen sei deren Verkehrswert um 17 Prozent auf 56 Milliarden Euro gestiegen. Im zweiten Halbjahr erwartet Vonovia eine weitere Wertsteigerung von 2,3 bis 2,9 Milliarden Euro. Vonovia schaue sich in allen ihren Märkten nach weiteren Zukäufen um, besonders gut seien die Chancen in Schweden, sagte Buch.

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Das Mietwachstum werde durch die geringere Fluktuation in den Wohnungen und dem Berliner Mietendeckel gebremst. "Der Berliner Mietendeckel kostet uns auf ein volles Jahr gerechnet zehn Millionen Euro", so Buch.

Wunschaktie für Analysten

Analysten sind in ersten Stellungnahmen voll des Lobes: Das dritte Quartal sei stark ausgefallen und 2021 dürfte noch besser werden, so Neil Green von JPMorgan. "Wenn es im europäischen Immobiliensektor eine Aktie gibt, die Anleger haben sollten, dann sollte es Vonovia sein", schrieb der Experte in einer aktuellen Studie.

Im nachgebenden Gesamtmarkt am Mittwoch haben sich die Aktien von Vonovia am Morgen sich gegen den Trend gestemmt. Die Titel notieren mit 56,34 Euro knapp unter Vortagesniveau.

AB

Quelle: boerse.ard.de
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