Barbie-Puppen von Matell | Unternehmen

Starke Zahlen Mattel im Barbie-Boom

Stand: 23.10.2020 11:02 Uhr

Barbie-Puppen gehören seit Jahrzehnten zu den begehrtesten Spielzeugen vieler Kinder. Das beschert der Herstellerfirma regelmäßig steigende Einnahmen und Gewinne. Allerdings nicht unbedingt höhere Aktienkurse.

Dass Mattel zu den Gewinnern der Corona-Krise gehört, lässt sich mit Blick auf den Aktienkurs nicht sagen. Zwar hat sich das an der Technologiebörse Nasdaq gelistete Papier seit dem Einbruch im Frühjahr beinahe verdoppelt, doch das Niveau vom Januar bleibt unerreicht. Auch für mittelfristig orientierte Anleger hat sich Barbie als Verlustbringer erwiesen. Im Vergleich zu 2016 hat die Mattel-Aktie fast zwei Drittel ihres Wertes eingebüßt.

Heute jedoch geht es aufwärts, hat doch die unerwartet hohe Nachfrage nach "Barbie"- und "Hot Wheels" dem US-Spielzeughersteller im dritten Quartal zu einem kräftigen Gewinnsprung verholfen. Unterm Strich verdiente der Hasbro-Rivale in den drei Monaten bis Ende September 316 Millionen Dollar und damit 348 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Gewinn über Erwartungen

Der bereinigte Gewinn lag bei 95 Cent je Aktie, fast dreimal mehr als Analysten erwartet hatten. Der Bruttoumsatz bei Barbie kletterte um 29 Prozent auf 532,2 Millionen Dollar, der höchste Quartalsumsatz seit 2003. Insgesamt kletterten die Erlöse des Unternehmens im dritten Quartal um rund zehn Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar.

Weitere Kursinformationen zu Mattel

Mattel-Chef Ynon Kreiz sagte: "Die Spielzeugindustrie als Ganzes ist erheblich gewachsen und beweist weiterhin ihre Widerstandsfähigkeit in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten." Mattel habe dabei Branchenrivalen hinter sich lassen können, da der Konzern in den wichtigsten Märkten weltweit Anteile hinzugewonnenen habe.

Sogar Netflix würdigt Barbie

Auch für das vierte Quartal erwartet Mattel wegen des frühen Beginns des Weihnachtsgeschäfts weiter kräftig steigende Umsätze. Dabei dürfte Barbie Analysten zufolge eine größere Rolle spielen als in den Vorjahren.

"Die Puppen sind derzeit überall zu sehen, sogar auf Netflix", sagte ein JPMorgan-Analyst. Tatsächlich hat Netflix der seit Jahrzehnten währenden Beliebtheit der Barbie-Puppe einen Film gewidmet, “Barbie Princess Adventure,” der in den USA seit Anfang September zu sehen ist und sich zu einem Zuschauermagneten entwickelt.

Und am Klimaschutz soll sich auch Barbie beteiligen. So will Mattel bis 2030 auf nachhaltige Materialien umstellen. Dann sollen die Spielzeuge und Verpackungen nur noch aus recycelten, wiederverwertbaren oder biobasierten Kunststoffen bestehen.

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lg