Intel

Schwache Zahlen vorgelegt Intel enttäuscht mit Gewinneinbruch

Stand: 23.10.2020 07:07 Uhr

anleger von Intel brauchen in diesem Jahr starke Nerven. Die Aktie vollzieht seit Jahresbeginn eine Berg- und Talfahrt. Auch die jüngsten Quartalszahlen haben enttäuscht und lassen die Aktie einbrechen.

Vor allem das rückläufige Geschäft mit Rechenzentren setzte dem Texas-Instrument-Rivalen zu. Dort sank der Umsatz im dritten Quartal sieben Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Abend mitteilte. Analysten hatten jedoch im Durchschnitt mit 6,21 Milliarden Dollar gerechnet.

Nach zwei Quartalen mit Wachstum hätten Regierung und Geschäftskunden ihre Ausgaben für Halbleiter für Rechenzentren gedrosselt, begründete Intel den Rückgang. Diese hatten zuletzt angesichts des Trends zum Home-Office und der Nachfrage nach Streamingdiensten Hochkonjunktur. Die Intel-Aktie brach nachbörslich zehn Prozent ein.

Gewinn bricht um 28 Prozent ein

In seinem größten Geschäftsbereich - Prozessoren für Personal Computer - konnte Intel die Erlöse um rund ein Prozent auf 9,85 Milliarden Dollar steigern. Das operative Ergebnis in der Sparte sank zugleich um mehr als 17 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Konzernweit ging der Umsatz um vier Prozent auf rund 18,3 Milliarden Dollar zurück. Unterm Strich blieb ein Gewinn von rund 4,3 Milliarden Dollar übrig - gut 28 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Der Gewinn je Aktie ohne Sonderposten erfüllte mit 1,11 Dollar die Erwartungen der Experten. Für das vierte Quartal rechnet Intel mit einem Gesamtumsatz von rund 17,40 Milliarden Dollar und damit leicht über den Markterwatungen von 17,36 Milliarden Dollar. Die Analysten von JPMorgan und Credit Suisse senkten deshalb ihre Kursziele für die Intel-Aktie, rieten aber weiter zum Kauf.

Konzern im Umbruch

Intel befindet sich derzeit im Umbruch. Wegen der ständig sinkenden Preise für Flashspeicher hat sich der Konzern vergangene Woche von diesem Geschäft getrennt und es dem südkoreanischen Chiphersteller SK Hynix verkauft - für neun Milliarden Dollar. Der Geschäftsübergang und die Zahlungen erfolgen über mehrere Jahre bis 2025.

Weitere Kursinformationen zu Intel

Weitere Kursinformationen zu Texas Instruments

Intel hatte seit einiger Zeit den Ausstieg aus dem Geschäft erwogen, weil nicht die gewünschten Gewinne erwirtschaftet werden konnten. Flashspeicher werden vor allem in Massenspeichern wie USB-Sticks und Kamera-Speicherkarten verwendet. Der US-Chiphersteller

Texas Instruments geht es besser

Vor Intel hatte Konkurrent Texas Instruments, der wegen seiner breit gefächerten Kundschaft als Indikator für die gesamte Branche gilt, seine Zahlen vorgelegt. Der US-Chipkonzern übertraf im dritten Quartal die Umsatzerwartungen der Experten. Der Infineon-Rivale gab dank der Erholung in der Autobranche und dem Trend zum Homeoffice in der Corona-Krise einen Umsatzanstieg auf 3,82 Milliarden Dollar von 3,77 Milliarden Dollar im Vorjahr bekannt.

lg/rtr/dpa

Quelle: boerse.ard.de
Darstellung: