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Experte für Ladesäulen Compleo will noch 2020 an die Börse

Stand: 28.09.2020 11:55 Uhr

Ladeinfrastruktur für E-Autos wird dringend gebraucht. Von diesem Trend profitiert der Ladesäulenanbieter Compleo. Das Dortmunder Unternehmen strebt noch vor Jahresende an die Börse.

"Wir sehen die Chance, weiterzuwachsen und wollen in Europa ein führender Anbieter für Ladelösungen für Elektrofahrzeuge werden", sagte Co-Chef Georg Griesemann am Montag. Das Emissionsvolumen dürfte sich einem Insider zufolge auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag belaufen.

Das geplante Angebot für eine Notierung im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Börse bestehe mehrheitlich aus neu geschaffenen Aktien, daneben sollen aber auch Papiere von derzeitigen Aktionären platziert werden, teilte das Unternehmen am Montag in Dortmund mit.

Mit dem Nettoemissionserlös soll die Wachstumsstrategie finanziert werden. Der Technologieanbieter plant, in der EU weiter zu expandieren, Forschung und Entwicklung zu stärken und die Produktionskapazitäten auszubauen.

Zweistelliges Wachstum

In den vergangenen elf Jahren hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 22.000 Ladepunkte in Deutschland und 3.000 in Europa ausgeliefert. Zu den Kunden gehörten auch Großkonzerne wie die Deutsche Post, Siemens, Deutsche Telekom und "führende deutsche Automobilhersteller".

Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen seinen Umsatz laut der Mitteilung bereits um knapp 13 Prozent auf 15,2 Millionen Euro steigern. Im ersten Halbjahr 2020 beschleunigte sich das Wachstum von 7,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 14,3 Millionen Euro. Der Vorstand stellte in Aussicht, dass dieser Trend im zweiten Halbjahr anhält. Zu den Ergebnissen machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.

la/dpa-AFX