Texanisches Geldinstitut vor dem Aus Neues Opfer der Bankenkrise

Stand: 25.07.2009 08:29 Uhr

Proteste von Anlegern zum ersten Jahrestag der FDIC-Gründung
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Zum ersten Jahrestag der Gründung des FDIC protestieren Anleger einer anderen Pleitebank in Kalifornien.

In den USA steht eine weitere große Bankenpleite offenbar kurz bevor: Die texanische Guaranty Financial Group teilte mit, aufgrund von Kreditausfällen und Abschreibungen sei das Institut unterkapitalisiert. Die Bank sei nicht in der Lage gewesen, genug frisches Kapital von ihren Aktionären einzusammeln. Das Geldhaus könne auch nicht mit staatlichen Hilfen rechnen. "Das Unternehmen dürfte deshalb seinen Geschäftsbetrieb nicht fortsetzen können", hieß es in der Mitteilung.

Guaranty hat nach eigenen Angaben Vermögenswerte von 16 Milliarden Dollar. Die Bank betreibt 150 Filialen in den Bundesstaaten Texas und Kalifornien. Aus Kreisen verlautete, dass die Bank derzeit mit mindestens einer Investorengruppe Gespräche über eine mögliche Rekapitalisierung aufgenommen habe.

2009 schon doppelt so viele Pleiten wie 2008

Seit Jahresbeginn mussten 64 US-Banken vom staatlichen Einlagensicherungsfonds FDIC geschlossen werden. Das sind mehr als doppelt so viele wie im gesamten vergangenen Jahr, als 25 Institute schließen mussten. Allein im Juli dieses Jahres wurden 19 Geldhäuser dicht gemacht. Der Zusammenbruch von Washington Mutal im September vergangenen Jahres war der bislang größte eines Finanzinstituts in der US-Geschichte. Die Bank hatte ein Anlagevermögen von 307 Milliarden Dollar.

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