Arbeitsagentur

BA legt Februar-Bilanz vor Arbeitslosenzahl minimal gestiegen

Stand: 27.02.2014 17:29 Uhr

Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Februar leicht gestiegen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, waren 3,138 Millionen Erwerbslose registriert. Das seien 2000 mehr als im Januar, aber 18.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrage unverändert 7,3 Prozent.

"Der Arbeitsmarkt hat sich im Februar günstig entwickelt", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. "Die Arbeitslosigkeit ist saisonbereinigt erneut gesunken, und auch die Perspektiven für Arbeitslose verbessern sich allmählich wieder." Dies sei aber noch nicht die Trendwende, "die Hunderttausenden Arbeit gibt", schränkte er ein. Die Zahlen gingen aber in die richtige Richtung. Auch viele örtliche Arbeitsagenturen seien zuversichtlich.

Die Zahl der Stellenangebote sei weiterhin groß, betonte Weise. Er gehe zudem davon aus, dass das vergrößerte Angebot an beruflichen Ausbildungsgängen für Arbeitslose schon bald Früchte tragen werde. Im Februar waren den Arbeitsagenturen 429.000 offene Stellen gemeldet. Gesucht sind vor allem Fachkräfte in den Bereichen Verkauf, Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkehr und Logistik. Auch in der Tourismusbranche und der Gastronomie werden Mitarbeiter gesucht, ebenso wie in den Gesundheitsberufen.

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Der Arbeitsmarkt im Februar

Nahles sieht "gutes Frühjahr"

"Die Entwicklung ist für einen Februar sehr erfreulich", sagte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zur BA-Bilanz. Sie betonte, dass die Erwerbstätigkeit weiter angestiegen sei. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sei im Februar in mindestens dem gleichen Umfang gewachsen. "Wir gehen miteinander in ein gutes Frühjahr."

Im Januar 3,14 Millionen Arbeitslose

Experten hatten nach einem saisonbedingten Anstieg im Januar keine großen Veränderungen erwartet. Bereits der für Januar übliche Anstieg war in diesem Jahr geringer ausgefallen.

Bei der Behörde waren im Januar 3,136 Millionen Arbeitslose registriert. Das waren 263.000 mehr als im Dezember, aber 2000 weniger als vor einem Jahr. Üblich war in den vergangenen Jahren eine Zunahme um etwa 300.000. Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 7,3 Prozent.

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KOMMENTARE

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vanPaten 27.02.2014 • 18:44 Uhr

Die Statistik ist die Konsequenz des Versagens

Es geht auch weniger um die Definition von Arbeitslosen nach US-Maßstab oder deren dauernde Änderungen und zeitverzögerten Erfassungsorder, Schätzungen und Hochrechnungen mangels exakter aktueller Daten für Wahlkämpfe und XXL-Minister, sondern u.a. um den Fakt, dass >100.000 BA-Mitarbeiter nicht mal die ständig +/- 400.000 gemeldeten Stellen besetzen können. Sie verwalten die persönl. "Vermittlungshemmnisse" in einen "ersten Arbeitsmarkt", also die somit eigene Schuld an der Arbeitslosigkeit, die devot machen muss, weil man ja auf fremder Kosten lebt, sich für jede unsinnige Förderung bedanken muss oder mit Kürzung des -plötzlich nicht mehr geltenden - Existenzminimums und Wegfall ärtztlicher Versorgung bedanken muss. Die eigene Familie ist plötzlich als arbeitslos stigmatisiert (sozialer Ausschluss), da Bedarfsgemeinschaft. Sie verwalten Ausgrenzung, Krankheitsanstieg, Chancenverlust, Suizide und Altersarmut ohne Konzept. Der Arbeitsmarkt aber gehört Unternehmen, nicht Vermittlern.