Menschen vor einem Arbeitsamt in Madrid

Arbeitslosenquote in der Eurozone So niedrig wie seit über zwei Jahren nicht

Stand: 30.01.2015 12:56 Uhr

Positive Signale vom Arbeitsmarkt in den Euroländern: Die Arbeitslosigkeit hat den niedrigsten Stand seit knapp zweieinhalb Jahren erreicht. Im Dezember betrug die Quote 11,4 Prozent. Auch in der restlichen EU gibt es Zeichen der Hoffnung.

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist auf das niedrigste Niveau seit knapp zweieinhalb Jahren gesunken. Die Quote sank nach Angaben des Europäischen Statistikamts Eurostat im Dezember auf 11,4 Prozent. Zuletzt war die Quote im August 2012 niedriger gewesen. Im November 2014 hatte die Arbeitslosigkeit bei 11,5 Prozent gelegen.

Auch aus der weitere zehn Staaten umfassenden Europäischen Union kommen positive Nachrichten: Mit einem Wert von 9,9 Prozent fiel die Arbeitslosenquote erstmals seit Oktober 2011 unter die Zehn-Prozent-Marke.

Hohe Arbeitslosigkeit weiter im Süden

Die niedrigste Arbeitslosenquote verzeichnete Deutschland mit 4,8 Prozent, gefolgt von Österreich mit 4,9 Prozent. Mehrere südeuropäische Länder leiden hingegen weiter unter Massenarbeitslosigkeit. In Griechenland war weiter ein Viertel der als erwerbsfähig Gemeldeten ohne Job (25,8 Prozent nach letzten vorliegenden Zahlen für Oktober). Auch in Spanien war die Lage weiter schwierig. Dort lag die Quote im Dezember bei 23,7 Prozent.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit waren diese Länder gleichfalls am stärksten betroffen. In Spanien und Griechenland hatten mehr als die Hälfte der Menschen unter 25 Jahren keine Job. In Kroatien waren es 44,8 Prozent (viertes Quartal).

Insgesamt ging die Arbeitslosenquote in 24 der 28 EU-Staaten zurück, wie Eurostat weiter mitteilte. Unverändert blieb sie in Belgien, angestiegen ist sie in Finnland, Frankreich und Italien.

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KOMMENTARE

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Bernd1 30.01.2015 • 17:42 Uhr

@ 14:52 von Izmi

Sie schreiben: "Anfügen möchte ich nur noch, dass es auffällig ist, dass ausgerechnet jetzt, wo sich über Griechenland und Tsipras vielleicht doch eine Alternative zur bisherigen Politik der EU finden lassen könnte, plötzlich allenthalben Erfolgsmeldungen in den Medien erscheinen." * Und Sie meinen also dass das Europäische Statistikamt eurostat deswegen bewusst die Zahlen verfälscht? Sorry, aber die sind politisch unabhängig und haben kein Interesse daran falsche Zahlen zu melden die sie dann hinterher mühsam wieder korrigieren müssen. Da verliert man sehr schnell seinen guten Ruf, und den hat eurostat! Vielleicht versuchen Sie einfach mal die wenigen wirklich positiven Meldungen und Tendenzen so zu akzeptieren wie sie sind: Positv!