Bildergalerie: Die Geschichte der Grünen

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Die Geschichte der Grünen

Gründungsparteitag Grüne

"Ökologisch, basisdemokratisch, sozial, gewaltfrei" - unter diesem Motto trafen sich Delegierte der Friedens-, Umwelt- und Frauenbewegung und anderer sozialen Bewegungen im Januar 1980 in Karlsruhe, um die Partei "Die Grünen" zu gründen. | Bildquelle: picture-alliance / dpa

Gründungsparteitag Grüne

"Ökologisch, basisdemokratisch, sozial, gewaltfrei" - unter diesem Motto trafen sich Delegierte der Friedens-, Umwelt- und Frauenbewegung und anderer sozialen Bewegungen im Januar 1980 in Karlsruhe, um die Partei "Die Grünen" zu gründen.

Gründungsparteitag Grüne

Eines der Gründungsmitglieder der Grünen war der Künstler Joseph Beuys. Er versuchte sich im Dienste der Partei auch als Sänger.

Gründungsparteitag Grüne

Im Januar 1980 konnten sich die Kongressteilnehmer nicht auf einen Vorstand einigen. Erst im März stellt sich der Vorstand auf einer Pressekonferenz in Bonn vor: Neben dem Schriftführer Rolf Stolz sitzen die gleichberechtigten Vorsitzenden August Haußleiter, Petra Kelly und Norbert Mann (v.l.n.r.).

Wahlplakate

Wahlplakate der Grünen für die Bundestagswahl am 5. Oktober 1980. Damals verfehlte die junge Partei Fünf-Prozent-Hürde noch deutlich: Sie scheiterte mit 1,5 Prozent.

Gründungsparteitag Grüne

Auf Landes- und Kommunalebene kamen die Erfolge schneller. So zogen die Grünen bereits im März 1980 mit 5,3 Prozent in den baden-württembergischen Landtag ein. Mit dabei schon damals: der heutige Ministerpräsident Winfried Kretschmann (hintere Reihe links)

Grüne Fraktion im Bundestag

29. März 1983: Fröhlich ziehen die Abgeordneten Gerd Bastian, Petra Kelly, Otto Schily und Marieluise Beck in Bonn zum Bundestagsgebäude. 28 Abgeordnete wurden am 6. März in den Bundestag gewählt. Allerdings sollten sie dort nicht die gesamte Legislaturperiode lang bleiben. Eine außerordentliche Bundesversammlung hatte die sogenannte Rotation beschlossen. Die Abgeordneten sollten nach zwei Jahren abgelöst werden.

Grüne Fraktion im Bundestag

Noch eine Neuerung der politischen Formen: Ab 1984 bestand der Fraktionsvorstand der Grünen im Bundestag aus einem "Feminat". Hinten von links: Waltraud Schoppe (Sprecherin), Annemarie Borgmann (Sprecherin) und Erika Hickel (Parlamentarische Geschäftsführerin). Vorne von links: Christa Nickels (Parlamentarische Geschäftsführerin), Antje Vollmer (Sprecherin) und Heidemarie Dann (Parlamentarische Geschäftsführerin).

18. Oktober 1984: Joschka Fischer

18. Oktober 1984: Joschka Fischer, damals noch einfacher Abgeordneter, in der Lobby des Bonner Bundestages. Erst kurz zuvor hatte der Grüne mit acht Worten deutsche Politikgeschichte geschrieben: "Mit Verlaub Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch", hatte er dem Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen zugerufen. Hintergrund: Stücklen hatte Fischers Parteikollegen Jürgen Reents ausgeschlossen, weil dieser Kanzler Helmut Kohl als "von Flick freigekauft" bezeichnet hatte.

Fischer

Joschka Fischers Karriere ging jedoch weiter. Er gehörte zur ersten rot-grünen Landesregierung, die am 12. Dezember 1985 in Hessen gebildet wurde. Dass er zur Vereidigung als Umweltminister in Turnschuhen schritt, sorgte für Aufsehen. Nun sind diese Schuhe Museumsstücke.

Wahlplakat mit Schily im Januar 1987 in Düsseldorf

Die Grünen bleiben im Aufwind. Sie erreichen bei der Bundestagswahl 1987 8,3 Prozent. Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl im Mai 1986 trug sicherlich zum Erfolg bei.1987 machte Otto Schily noch Wahlkampf für die Grünen. Im November 1989 wechselte er zur SPD. Das Foto zeigt ein Plakat in Düsseldorf.

Niedersachsen

Im Mai 1990 kommt in Niedersachsen eine rot-grüne Landesregierung unter dem Ministerpräsidenten Gerhard Schröder zustande. Jürgen Trittin (hinten rechts) wird Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten; Waltraud Schoppe (vorne, zweite von rechts) bekommt das Frauenministerium. Umweltministerin wird Monika Griefahn (links hinter Gerhard Schröder), die zuvor auch bei Greenpeace aktiv war.

Grüne Abgeordnete des Bundestags 1990

Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 verfehlen die Westgrünen die Sperrklausel. Doch Bündnis 90/Die Grünen, die sich in den neuen Ländern formierten, jedoch nicht mit den Westgrünen zusammengingen, können in den Bundestag einziehen, weil sie nicht der Fünf-Prozent-Klausel unterliegen. Nur die acht B90/Grüne-Abgeordneten ziehen als Abgeordnete ins Parlament ein: vorne v.l.n.r: Christina Schenk, Ingrid Köppe, Vera Wollenberger, hinten (v.l.n.r.): Wolfgang Ullmann, Konrad Weiss, Klaus-Dieter Feige, Gerd Poppe, Werner Schulz.

Jutta Ditfurth

Zuspitzung der Auseinandersetzungen zwischen Fundamentalisten und Realos auf der Bundesversammlung am 27. April 1991: Jutta Ditfurth kündigte in Neumünster in einer leidenschaftlichen Rede den Austritt der radikalökologischen Linken aus der Partei an. Wenig später gründen diese die "Ökologische Linke". Die Grünen beschließen in Neumünster eine Reform ihrer Parteistruktur.

Kelly und Bastian

Oktober 1992: Die Leichen von Petra Kelly und Gert Bastian werden aus ihrem Wohnhaus in Bonn-Tannenbusch getragen. Die rastlose Vorkämpferin der Grünen war von ihrem Lebensgefährten im Schlaf erschossen worden, vermutlich in der Nacht zum 1. Oktober. Danach beging der Ex-General Selbstmord. Erst am 19. Oktober werden die Leichen gefunden. Das Beziehungsdrama wird nie ganz aufgeklärt.

Bündnis90/Die Grünen

1993 schließen sich Grüne und Bündnis 90 zu einer Partei zusammen. Sie werden am am 15. Mai in Leipzig zum geschäftsführenden Vorstand gewählt: Sprecher Ludger Volmer, Sprecherin Marianne Birthler, Schatzmeister Henry Seltzer und die politische Geschäftsführerin Heide Rühle (v.l.n.r.).

Wahlplakate

Wahlkampf 1994: Erstmals setzen die Grünen auf einen Personenwahlkampf und auf Joschka Fischer als Zugpferd. Mit 7,3 Prozent zieht Bündnis90/Die Grünen wieder in den Bundestag ein.

Joschka Fischer

1998 wird Joschka Fischer in der ersten rot-grünen Bundesregierung unter Bundeskanzler Schröder (vorne rechts) Außenminister und Vizekanzler. Die anderen grünen Minister: Gesundheitsministerin Andrea Fischer (dritte Reihe links) und Umweltminister Jürgen Trittin (hintere Reihe, zweiter von rechts)

Joschka Fischer

Der Kosovo-Einsatz der Bundeswehr führte zu einer Zerreißprobe der Grünen. Am 13. Mai 1999 fand deshalb ein Sonderparteitag in Bielefeld statt. Außenminister Fischer wurde dort mit einem Farbbeutel beworfen.

Renate Künast und Jürgen Trittin

Am 27. September 2009 erreichen die Grünen mit 10,7 Prozent ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl. Die Grünen-Spitzenkandidaten Renate Künast und Jürgen Trittin freuen sich, müssen aber dennoch auf der Oppositionsbank Platz nehmen.

Winfried Kretschmann

Am 12. Mai 2011 wird Winfried Kretschmann als erster grüner Ministerpräsident Deutschlands vereidigt.

Die Jamaika-Verhandler

2017 stehen die Grünen erneut kurz davor, in die Bundesregierung einzutreten. Doch die Jamaika-Verhandlungen mit Union und FDP scheitern an den Liberalen, deren Chef Christian Lindner die Sondierungen abbricht.

Robert Habeck und Annalena Baerbock

Unter ihrem aktuellen Führungsduo Robert Habeck und Annalena Baerbock - und vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Klimakrise - erleben die Grünen einen Höhenflug. In Umfragen stehen sie auf Platz zwei hinter der Union - und könnten erstmals in ihrer Geschichte einen Kanzlerkandidaten aufstellen.

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