"Emoji - Der Film" | Bildquelle: dpa

"Goldene Himbeere" "Emoji" zum schlechtesten Film gekürt

Stand: 03.03.2018 14:55 Uhr

Schlechtester Film, schlechteste Regie und schlechtestes Drehbuch: Der Animationsfilm "Emoji" hat bei der "Goldenen Himbeere" kräftig abgesahnt. Aber auch "Fifty Shades of Grey" ging nicht leer aus.

Zum ersten Mal in der 38-jährigen Geschichte der "Goldenen Himbeere" ist ein Animationsfilm zum schlechtesten Film gekürt worden. "Emoji - Der Film" erhielt einen Tag vor der Oscar-Verleihung gleich vier der Spottpreise, teilten die Verleiher auf ihrer Webseite mit. Unter anderem bekam der Film auch den Zuschlag für die schlechteste Regie (Tony Leondis) und das schlechteste Drehbuch.

Der Erotikfilm "Fifty Shades of Grey - Gefährliche Liebe" wurde zweifach bedacht: für Kim Basinger als Nebendarstellerin und als schlechteste Fortsetzung. Bei den Männern wurde Tom Cruise als Hauptdarsteller in "Die Mumie" genannt und Oscar-Preisträger Mel Gibson als Nebendarsteller in der Komödie "Daddy's Home 2 - Mehr Väter, mehr Probleme!" Der Schauspieler Tyler Perry erhielt die Auszeichnung als schlechteste Darstellerin für die Drag-Rolle in "Tyler Perry's Boo 2! A Madea Halloween". Der neunfach nominierte Actionfilm "Transformers: The Last Knight" kam ohne eine einzige Nennung glimpflich davon.

Tom Cruise | Bildquelle: AP
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Tom Cruises Auftritt in "Die Mumie" war nach Ansicht der Jury miserabel genug für eine Auszeichnung.

"Wir werden euch nicht vermissen"

In Anlehnung an die Oscars wurde ein Video mit einem "In Memoriam"-Segment gezeigt. Damit wird normalerweise an verstorbene Filmschaffende erinnert. Die Verleiher der Himbeeren zeigten Fotos von Harvey Weinstein, Woody Allen, Kevin Spacey und anderen Männern aus der Unterhaltungsbranche, denen sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden. "Es tut uns leid, aber wir werden euch nicht vermissen", hieß es am Ende.

Die "Razzies" wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. Nach Angaben der Gruppe hatten mehr als 1000 Mitglieder aus den USA und 26 weiteren Ländern abgestimmt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Kultur am 03. März 2018 um 23:34 Uhr in den Nachrichten.

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