Jahresrückblick 1965 Napalm-Bomben auf Vietnam

Stand: 06.12.2010 19:45 Uhr

Im Krieg in Vietnam wirft die US-Armee mehrere hunderttausend Tonnen Sprengstoff auf das Land. Die Ziele sind nicht ausschließlich militärischer Art. Jeder Tag des Krieges kostet die Amerikaner 65 Millionen Mark

Die kommunistischen Vietcong verüben ein Attentat auf die US-Botschaft in Saigon.

Erstmals setzt die US-Airforce Napalmbomben ein, die Brände mit Temperaturen von mehr als 2000 Grad Celsius erzeugen. Zu Anfang des Jahres sind die USA mit ca. 23.500 Soldaten präsent, bis zum Jahresende erhöht sich die Zahl auf fast 200.000.

In Südvietnam macht sich der Luftmarschall Ki zum Chef einer Militärregierung. Er erklärt Hitler zu seinem Vorbild. Die südvietnamesische Armee rekrutiert Kinder und bildet sie zum Dienst an der Waffe aus.

Mehr als 1200 US-Soldaten fallen in diesem Jahr in Vietnam. An ihrer Seite sterben etwa 12.000 Südvietnamesen. Auf der Gegenseite sollen ca. 25.000 Kämpfer gefallen sein.

Auf beiden Seiten kommt es zu Folterungen und Misshandlungen von Gefangenen. Besonders die Zivilbevölkerung leidet unter dem seit 20 Jahren währenden Krieg. US-Präsident Johnson setzt in diesem Krieg massive US-Streitkräfte und das Prestige der USA ein. Es gilt das von den Vorgängern übernommene Schutzversprechen Südvietnams einzuhalten sowie die Stellung der USA gegenüber Rotchina zu verteidigen.

In Folge des Bombenkriegs kommt es in den USA zu den ersten Studentendemonstrationen gegen den Vietnamkrieg.

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