Jahresrückblick 1976 Wolf Biermann ausgebürgert

Stand: 14.12.2010 14:28 Uhr

An der Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten mehren sich die Toten, in der DDR häufen sich die Ausreiseanträge. Am 18. August verbrennt sich der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz vor der Schloßkirche in Zeitz. Er will ein Zeichen setzen - gegen die politischen Verhältnisse in der DDR und für eine stärkere Opposition seiner Kirche gegen das repressive System des Staates. Die DDR setzt sich gegen Widersacher zur Wehr, indem sie sie des Landes verweist. Am 16. November wird dem Liedermacher Wolf Biermann die Staatsbürgerschaft der DDR entzogen.

Gleichzeitig unterzeichnen beide deutschen Staaten Verträge, die das praktische Zusammenleben erleichtern. Beim Abbau gemeinsamer Braunkohlevorkommen und beim Fernmeldewesen konnten gemeinsame Regelungen gefunden werden.

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