Jahresrückblick 1999 Die Welt des Sports 1999

Stand: 18.12.2010 22:15 Uhr

Boris Becker:

Nach 15 Jahren in der Weltelite des Tennis sagt Boris Becker im Juli an der Stätte seiner größten Triumphe Goodbye. Auf dem Center Court in Wimbledon, wo der damals 17-jährige aus Leimen am 7. Juli 1985 den deutschen Tennis-Boom auslöste, beendet er seine große Karriere. Als Teamchef der Daviscup-Mannschaft kann der Wahl-Münchner, der im September zum zweiten Mal Vater wurde, den Abstieg verhindern und einen ersten Erfolg in neuer Funktion feiern.

Steffi Graf:

Steffi Graf macht im Jahr ihres Rücktritts Schlagzeilen in Hülle und Fülle. Zunächst in Paris, wo sie als French-Open-Siegerin ein grandioses Comeback feiert. Einen Monat später in Wimbledon, als die 30-jährige aus Brühl ihren 23. Grand-Slam-Titel nur knapp verpasst. Im August schließlich, als sie einen Schlussstrich unter ihre Tennis- Laufbahn zieht. Das größte Medieninteresse löst die siebenfache Wimbledonsiegerin aber durch ihre Liaison mit Andre Agassi aus.

Mika Häkkinen:

Nach einer Saison mit vielen Höhen und Tiefen verteidigt Mika Häkkinen seinen Titel als Formel-1-Weltmeister. Nervenstark macht der 31-jährige Finne mit einem souveränen Sieg in Suzuka im letzten Rennen alles klar. Für den emotional aufreibendsten Moment sorgte der McLaren-Mercedes-Pilot jedoch in Monza. Nach seinem verhängnisvollen Schaltfehler hockt Häkkinen wie ein Häufchen Elend hinter einer Hecke und weint bitterlich.

Lothar Matthäus:

Für Rekorde und Schlagzeilen sorgt erneut Lothar Matthäus. Mit 143 Länderspielen holt der 38-jährige die Weltbestmarke ein, mit dem FC Bayern München schafft er erneut die deutsche Meisterschaft. Aufsehen erregt auch die "Watschn-Affäre" mit Bixente Lizarazu und die Beziehung zu seiner neuen Freundin Maren Müller-Wohlfahrt, mit der er im März 2000 nach New York zieht, wo er für die New York/New Jersey Metro Stars in der nordamerikanischen Profiliga spielen wird.

Dieter Baumann:

Der ehemalige Vorzeige-Athlet der deutschen Leichtathletik erlebt sein wohl bitterstes Jahr. Nach langer Verletzungspause im Winter muss er seine WM-Teilnahme absagen. Im Herbst geriet der 34-jährige unter dringenden Dopingverdacht, als zwei Trainingskontrollen positive Funde ergeben. Baumann beteuert immer wieder seine Unschuld, wird aber dennoch suspendiert und muss mit einer Sperre von zwei Jahren rechnen.

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