Jahresrückblick 1989 Internationale Ereignisse

Stand: 17.12.2010 14:46 Uhr

Nach dem Mord an Präsidentschaftskandidat Luis Carlos Galán kündigt Kolumbiens Regierung den Krieg gegen die Drogenbarone an. Unter anderem wird die Auslieferung gefasster Drogendealer in die USA ohne Gerichtsbeschluss ermöglicht. Diese nehmen den Kampf an und überziehen das Land mit blutigem Terror.

Invasion in Panama: US-Truppen vertreiben den Diktator Noriega aus dem Amt. Was eine Blitzaktion sein soll, wird zu einem mehrtägigen Krieg mit 1500 Toten. Noriega sucht Asyl in der Botschaft des Vatikans.

Das Vordringen linker Rebellen bis in die Hauptstadt San Salvador beantwortet die Armee El Salvadors mit der Bombardierung von Wohnvierteln. 2000 Menschen sterben. Sechs regierungskritische Theologen werden ermordet.

Bei den chilenischen Präsidentschaftswahlen stimmen 55 Prozent für den zivilen Kandidaten Aylwin. Damit ist das Ende der Militärdiktatur beschlossen. Der scheidende Diktator Pinochet behält allerdings den Oberbefehl über die Streitkräfte.

Der libanesische Bürgerkrieg eskaliert erneut. Viele Einwohner verlassen die Hauptstadt Beirut.

Der iranische Revolutionsführer Khomeini belegt den Schriftsteller Salman Rushdie wegen angeblich blasphemischer Passagen in seinem Buch "Die satanischen Verse" mit einem Todesurteil und setzt ein Kopfgeld aus. Die Todesdrohung führt den Iran weiter in die diplomatische Isolation. Khomeini stirbt im Juni im Alter von vermutlich 89 Jahren.

Der südafrikanische Präsident Botha wird vom eigenen Kabinett aus dem Amt gedrängt. Sein Nachfolger de Klerk will die Apartheid liberalisieren, aber nicht abschaffen. Die schwarze Bevölkerung kann nach dem Amtswechsel erstmals ungehindert demonstrieren.

Namibia erlangt die Unabhängigkeit. Sam Nujoma kehrt nach 30 Jahren aus dem Exil zurück und gewinnt mit seiner SWAPO die Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung.

Der japanische Kaiser Hirohito stirbt. Den Thron besteigt sein Sohn Akihito. Die japanische Politik wird von Skandalen erschüttert.

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