Jahresrückblick 2002 Festspiele, Preise, Ausstellungen - Kultur im Jahr 2002

Stand: 18.01.2006 12:24 Uhr

Mit Halle Berry und Denzel Washington werden zum ersten Mal in der Oscargeschichte zwei afroamerikanische Schauspieler als beste Darsteller ausgezeichnet.

Das bedeutendste Filmereignis in Deutschland, die Berlinale, hat einen neuen Festspieldirektor: Dieter Kosslick. Für seinen Film "Halbe Treppe", den Publikumsliebling der 52. Berlinale, erhält Andreas Dresen den Silbernen Bären.

Weder Absagen von Sängern oder Dirigenten, noch Querelen um die Nachfolge von Festspielchef Wolfgang Wagner trüben in diesem Jahr die Stimmung bei den Bayreuther Festspielen. Gezeigt werden "Tannhäuser" in der Inszenierung von Philippe Arlaud und der "Ring der Nibelungen" in der Einrichtung von Jürgen Flimm.

Regisseur George Tabori inszeniert Mozarts "Entführung aus dem Serail" für drei Berliner Gotteshäuser. Er versteht die Aufführung als Plädoyer für mehr Toleranz.

Ein Klassiker im neuen Gewand - Veronica Ferres und Peter Simonischek spielen bei den Salzburger Festspielen in Hugo von Hofmannsthals "Jedermann".

Bei der weltweit wichtigsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Documenta 11, sind in Kassel 450 Werke von 118 Künstlern zu sehen. Das gesellschaftskritische Konzept des künstlerischen Leiters Okwui Enwezor war vorab viel kritisiert worden.

Die Münchner Pinakothek der Moderne, Deutschlands größter Museumsneubau, ist für das Publikum geöffnet. Der Bau von Architekt Braunfels vereint auf rund 13.000 Quadratmetern vier bedeutende Sammlungen aus den Gebieten Kunst, Grafik, Architektur und Design.

In Frankfurt erhält der Nigerianer Chinua Achebe den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. In seiner Heimat gilt der Schriftsteller als Unruhestifter.

Für seinen "Roman eines Schicksallosen" wird der Ungar Imre Kertesz mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet.

Anm. d. Red: Aus rechtlichen Gründen können wir das Video zu diesem Thema leider nicht zur Verfügung stellen

Darstellung: