Ein Thermometer zeigt 39 Grad Celsius an | Bildquelle: dpa

Bilanz des Sommers 2018 Heiß - aber kein Rekord

Stand: 30.08.2018 16:04 Uhr

Der diesjährige Sommer war der zweitheißeste seit der Aufzeichnung. Durchschnittlich war es drei Grad wärmer als erwartet. Das ergab eine Auswertung des Deutschen Wetterdienstes.

Extreme Wärme und Trockenheit, aber kein neuer Rekord: Der Sommer 2018 war nach einer vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdiensts (DWD) der zweitheißeste und zweitrockenste seit Beginn regelmäßiger Wettermessungen in Deutschland im Jahr 1881. Durchschnittstemperaturen sowie Niederschlagsmengen hätten deutlich über beziehungsweise unter den langjährigen Mittelwerten gelegen.

Die bundesweite Durchschnittstemperatur in den drei Monaten zwischen Juni und August lag bei 19,3 Grad. Das waren drei Grad mehr als laut der offiziell für Vergleiche herangezogenen Referenzperiode von 1961 bis 1990 in Deutschland zu erwarten war.

Sommer 2003 noch wärmer

Der Sommer des Jahres 2003 war mit durchschnittlich 19,7 Grad jedoch noch wärmer. Von Ende Juli bis fast Ende August lag Deutschland nach Angaben der Meteorologen durchgängig im Einflussbereich von Heißluft, die aus Südeuropa kam. Zuvor hatte bereits der Juni mit schwülheißem Wetter begonnen, bevor Hochdruckgebiete für eine Phase mit trockenem Wetter bei zugleich recht angenehmen Temperaturen gesorgt hatten.

Mit 130 Litern Niederschlag pro Quadratmeter registrierten die etwa 2000 Messstationen des DWD nur etwa die Hälfte des im langjährigen Mittel üblichen Solls. Lediglich der Sommer 1911 war mit 124 Litern noch trockener. Vor allem in der Mitte, im Osten und im Norden Deutschlands habe dabei "katastrophale Dürre" geherrscht.

Rekorde in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt war der Auswertung zufolge unter den Bundesländern besonders von einer Kombination aus Hitze und Trockenheit betroffen. Mit durchschnittlich 20,2 Grad und nur rund 65 Litern Niederschlag pro Quadratmeter wurden dort landesspezifische Rekorde aufgestellt.

Bernburg an der Saale war der heißeste Ort Deutschlands: In der Stadt in Sachsen-Anhalt herrschten an zwölf Tagen Temperaturen von mehr als 35 Grad. Am 31. Juli wurde dort mit 39,5 Grad der höchste Wert des gesamten Sommers überhaupt gemessen, wie der DWD mitteilte. Im Schnitt noch heißer war es nur in Berlin (im Mittel 20,8 Grad) und im benachbarten Brandenburg (20,3 Grad).

Das kühlste Land war Schleswig-Holstein mit einer Mitteltemperatur von 18,4 Grad, in Bayern regnete es mit 210 Litern pro Quadratmeter in diesem Sommer mit Abstand am meisten.

Über dieses Thema berichtete rbb inforadio am 30. August 2018 um 15:00 Uhr.

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