Ein Polizist winkt einen Lkw aus dem Verkehr der auf der Bundesstraße B4 in Bad Harzburg | Bildquelle: dpa

Wintereinbruch Verkehrschaos durch Sturm und Schnee

Stand: 13.01.2017 14:39 Uhr

Das Sturmtief "Egon" hat bundesweit zu Verkehrsbehinderungen und teilweise zu Stromausfällen geführt. Am Frankfurter Flughafen wurden mehr als 100 Flüge annulliert, auch bei der Bahn gab es Verspätungen und Ausfälle. Auch am Wochenende soll es wieder viel Schnee geben.

Mit Starkwind und massiven Schneefällen hat Sturmtief "Egon" in weiten Teilen Deutschlands zu Verkehrsstörungen geführt. Es kam zu einer Reihe von Unfällen, umgestürzten Bäumen, Flug- und Bahnausfällen. Ein Mensch starb, mehrere Menschen wurden verletzt.

ICE fahren gedrosselt

Die Bahn drosselte die Fahrtgeschwindigkeit aller ICE, um Kollisionen und Unfälle etwa mit umgestürzten Bäumen zu vermeiden. Das hatte im gesamten Fernverkehr zu Verspätungen geführt. Dazu kam es in fast allen Bundesländern wegen der Folgen des massiven Sturmtiefs zu Ausfällen und Verspätungen im morgendlichen Regionalverkehr.

Das Sturmtief brachte auch den Flugplan am Frankfurter Flughafen durcheinander: 125 Flüge wurden annulliert. In Leipzig/Halle und Dresden wurden einzelne Flüge gestrichen.

Ein Toter und Schulausfälle im Norden

Nahe Handewitt (Kreis Schleswig-Flensburg) starb auf der A7 ein Autofahrer. Schnee und Wind sorgten auch in Niedersachsen und Bremen für Glatteisunfälle und Verkehrsprobleme. In einigen Landkreisen und Städten konnten sich die Schüler über einen freien Tag freuen. Vorsorglich ließen die Behörden die Schulen ausfallen.

Im Saarland und in Rheinland-Pfalz fegte der Wind teils mit Orkanstärke über das Land und entwurzelte Bäume. Es kam zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen.

Schnee und Verkehrschaos nach Sturmtief Egon
tagesschau 20:00 Uhr, 13.01.2017, Axel John, SWR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Stromausfälle in Unterfanken

In Mittelfranken und Unterfranken sorgte "Egon" für Stromausfälle. In den Landkreisen Fürth, Nürnberger Land und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim beschädigten umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste Stromleitungen. Zahlreiche Haushalte seien von den Störungen betroffen, teilte der Energieversorger N-Ergie mit. Auch im Landkreis Aschaffenburg waren mehrere Ortschaften zunächst ohne Strom.

Hessen: Dutzende Bäume umgestürzt

Auch in Hessen sorgte "Egon" für Probleme. Ein für den Bereich Südhessen zuständiger Polizeisprecher in Darmstadt sprach von um die 50 Einsätze wegen umgestürzter Bäume und Gegenstände, die auf die Fahrbahn gefallen seien. Auf einigen Bahngleisen sorgte das Unwetter ebenfalls für Probleme: Die Strecken Gießen-Frankfurt und Darmstadt-Bensheim mussten in den frühen Morgenstunden gesperrt werden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. In Westhessen gab es zahlreiche Verkehrsunfälle, bei denen teilweise auch Menschen verletzt worden seien.

NRW weitgehend verschont

Nordrhein-Westfalen blieb dagegen weitgehend von "Egon" verschont. Der Deutsche Wetterdienst hob seine Unwetterwarnung vor starkem Schneefall für weite Teile des Bundeslandes am Morgen auf. Nur im Bergischen Land könne es noch ein wenig stärker schneien. Viel Schnee und heftigen Sturm hatten die Meteorologen befürchtet, aber die großen Komplikationen im Berufsverkehr blieben am Morgen aus.

Die Behörden in mehreren Bundesländern warnten derweil vor dem Betreten von Wäldern. Bäume könnten durch den Sturm und die Schneelasten umstürzen, es bestehe Lebensgefahr.

Viel Schnee am Wochenende

Zwar zieht Sturmtief "Egon" nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes langsam ab, doch schon am Nachmittag soll es in vielen Regionen Deutschlands neue Schneefälle geben. Im Nordwesten sollten sie sogar schauerartig sein. Am Samstag tragen schauerartige Schneefälle vor allem in den Mittelgebirgen und den Alpen zu einem weiteren Anstieg der Schneedecke bei. Besser sind die Aussichten für Sonntag, wenn die Windstärken nachlassen.

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 13. Januar 2017 um 6:38 Uhr.

Darstellung: