Überschwemmte Straße in Berlin | dpa

Westen nicht betroffen Unwetter in weiten Teilen Deutschlands

Stand: 26.07.2021 12:25 Uhr

Die extremen Wetterlagen in Deutschland halten an. Während die Katastrophengebiete im Westen diesmal nicht betroffen sind, gibt es im Norden, Süden und Osten neue Unwetter. Eine Beruhigung der Lage ist nicht abzusehen.

Rund eineinhalb Wochen nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe mit mindestens 179 Toten im Westen Deutschlands werden aus weiten Teilten Deutschlands extreme Wetterlagen gemeldet. Zwar sind die Regionen in Rheinland-Pfalz diesmal nicht betroffen, allerdings gab es in anderen Regionen des Landes kräftige Unwetter.

Todesfälle in Sachsen und Bayern

In Berlin, Sachsen, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Oberbayern wurden von Sonntagabend an bei Starkregen zahlreiche Keller überschwemmt und Straßen überflutet. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben.

Im sächsischen Weißwasser starb ein 67-Jähriger, der beim Auspumpen seines Kellers einen tödlichen Stromschlag erlag. Im oberbayerischen Eglfing wurde ein Jäger tot in einem Wald gefunden, nachdem sein Hochsitz von einer Windböe umgerissen worden war.

Die Berliner Feuerwehr rückte am Abend zu rund 250 wetterbedingten Einsätzen aus. Neben vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen liefen auch Tunnel voll und Bäume stürzten um. Auch im Kreis Segeberg (Schleswig-Holstein) gab es mehrere wetterbedingte Einsätze. Kräftige Gewitter mit heftigen Windböen sorgten für eine Reihe von Schäden in der Region Schwarz (Mecklenburgische Seenplatte). Außerdem gab es eine Bahn-Streckensperrung bei Güstrow.

Heftige Unwetter wurden auch aus Bayern gemeldet. In Schlehdorf im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen seien um 18.00 Uhr etwa 43 Liter Regen auf den Quadratmeter gefallen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Im Landkreis Weilheim gab es der Feuerwehr zufolge 87 unwetterbedingte Einsätze, im Landkreis Bad Tölz 18 und im Landkreis Garmisch-Partenkirchen 35. In Huglfing wurde ein Kirchturm abgedeckt, in Habach fiel ein Baum auf ein Auto. Zwei Menschen wurden leicht verletzt.

DWD warnt vor weiteren Unwettern

Insgesamt bleibt es gewittrig in Deutschland, wie der DWD mitteilte. Lokal seien dabei Regenfälle von 25 bis 40 Litern pro Quadratmetern möglich, teils auch noch extremere Niederschlagsmengen von bis zu 60 Litern.

Betroffen sind nach Angaben des Wetterdienstes Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, das nördliche Brandenburg sowie ein schmaler Streifen im nördlichen Niedersachsen. Parallel erwarteten die Meteorologen auch in Teilen Süddeutschlands schwere Gewitter mit Regenmengen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter sowie Sturm und Hagel. Dies galt vor allem für das südliche Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Über dieses Thema berichtete BR24 am 26. Juli 2021 um 10:02 Uhr sowie Inforadio um 06:21 Uhr.

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Moderation 26.07.2021 • 18:20 Uhr

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