PCR-Labor | dpa

Pandemie Corona-Abwärtstrend setzt sich fort

Stand: 17.11.2022 22:10 Uhr

Die Zahl gemeldeter Corona-Fälle hat laut Robert Koch-Institut weiter abgenommen. Die Inzidenz sank innerhalb einer Woche um 17 Prozent. Im Herbst seien Atemwegsinfektionen jedoch schwerer zu verhindern.

Der abnehmende Trend bei den gemeldeten Corona-Fällen in Deutschland hat sich laut Robert Koch-Institut (RKI) fortgesetzt. Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche um 17 Prozent gesunken, heißt es im RKI-Wochenbericht zur Entwicklung der Corona-Pandemie. Die meisten Ergebnisse beziehen sich auf die vergangene Woche.

Dominierend ist dabei weiter die Omikron-Linie BA.5, diese habe andere Varianten fast vollständig verdrängt. Ihr Gesamtanteil lag bei 94 Prozent, so das RKI. Auch Sublinien von BA.5 (insbesondere BQ.1.1) wurden immer häufiger nachgewiesen - bleiben aber auf einem geringen Niveau. Ihr Anteil beläuft sich auf acht Prozent.

Rückgang von Covid-Fällen im Krankenhaus

Von besonderer Bedeutung sei die Entwicklung der Zahl schwer verlaufender Erkrankungen, betont das Institut. Hier gebe es einen weiteren leichten Rückgang bei den Fällen, die mit einer schweren akuten Atemwegsinfektionen und Covid-19-Diagnose im Krankenhaus behandelt wurden. Die Inzidenz liegt demnach bei 2,9 Hospitalisierungen pro 100.000 Einwohnern, das entspricht etwa 2400 neuen Krankenhausaufnahmen.

Auch auf den Intensivstationen im Land sank die Zahl Schwerkranker mit dem Virus - im Vergleich zur Vorwoche waren es etwa 200 Personen weniger (insgesamt 1017 Fälle). Am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen, sind dabei weiterhin Menschen ab 80 Jahren. Das RKI konnte dafür von einem Rückgang der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen berichten.

Infektionen im Herbst schwerer zu verhindern

Der Rückgang der Erkrankungszahlen zeige sich bereits seit Mitte Oktober, heißt es. Trotzdem betont das Institut, dass der Infektionsdruck im Herbst in allen Altersgruppen generell hoch sei .

"Da auch die Verbreitung von akuten Atemwegsinfektionen durch den häufigeren und längeren Aufenthalt in Innenräumen schlechter zu verhindern sind", erklärt das RKI. "Dies betrifft nicht nur Covid-19, sondern akute Atemwegsinfektionen." Es sei daher in den nächsten Wochen mit einer hohen Zahl an solchen Ansteckungen zu rechnen.

In seinem Wochenbericht verwies das Institut auch auf die jüngste STIKO-Empfehlung für Kleinkinder mir Vorerkrankungen. Eine Impfung sei die beste Prävention, um einen schweren Covid-Krankheitsverlauf zu verhindern.

Über dieses Thema berichtete BR24 am 17. November 2022 um 19:40 Uhr.