Eine ältere Verkäuferin sucht passende Knöpfe zu einem Stoff aus. | picture-alliance/ dpa

Statistisches Bundesamt Immer mehr Menschen arbeiten im Alter

Stand: 24.06.2021 14:53 Uhr

Die Zahl der Menschen, die jenseits der 65 noch arbeiten, nimmt zu. Nicht selten ist ihre hohe Qualifizierung ein Grund für die späte Berufstätigkeit. Besonders Selbstständige bleiben überdurchschnittlich oft im Job.

Die Zahl der Menschen, die im Rentenalter noch arbeiten, hat sich binnen zehn Jahren verdoppelt. Nach Daten des Statistischen Bundesamts gingen 2019 acht Prozent der Menschen ab 65 noch bezahlter Arbeit nach, 2009 waren es nur vier Prozent.

Hauptgrund sind neben dem steigenden Rentenalter die höheren Bildungsabschlüsse der Erwerbstätigen. Unter den hochqualifizierten potentiellen Rentnerinnen und Rentnern war im Jahr 2019 mehr als jeder Vierte - 26 Prozent - noch im Job. Bei Menschen mit geringer Berufsqualifizierung galt das nur für 13 Prozent.

Selbstständige besonders oft lange berufstätig

Besonders häufig sind Selbstständige über das Renteneintrittsalter hinaus berufstätig. 37 Prozent von ihnen führen ihr Geschäft noch nach dem 65. Geburtstag weiter. Ein möglicher Grund dafür: Viele von ihnen haben in ihrem Erwerbsleben nur eine unzureichende private Altersvorsorge angelegt.

Mehr als ein Drittel der Arbeitenden im Rentenalter lebt hauptsächlich von dieser Erwerbsarbeit. Für knapp zwei Drittel stellt der Job lediglich einen Zuverdienst zur Rente dar.

Prognose der Deutschen Rentenversicherung

Für das kommende Jahr erwartet die Deutsche Rentenversicherung eine Erhöhung der Bezüge - unter der Voraussetzung, dass die Löhne im Zuge der wirtschaftlichen Erholung wieder steigen. Im laufenden Jahr gibt es in Westdeutschland aufgrund der Corona-Krise eine Nullrunde. Im Osten Deutschlands steigen die Renten zum 1. Juli um 0,7 Prozent.

Eine Erhöhung der Beitragssätze auf Seiten der Arbeitnehmer erwartet die Deutsche Rentenversicherung erst für das Jahr 2023. Dann könnte eine Anhebung des Beitragssatzes auf 18,7 Prozent erforderlich werden, so die Vorsitzende der Deutschen Rentenversicherung, Anja Piel.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Kultur am 08. Juni 2021 um 17:50 Uhr.

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KOMMENTARE

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heribix 24.06.2021 • 19:22 Uhr

@von alles nur Gedöns Machen

@von alles nur Gedöns Machen Sie sich mal keine Sorgen Deutschland überweist die Rente auch weiterhin aufs Konto so das man sie in fast jedem Land der Welt abholen kann. So überragend ist unser Gesundheitssystem den anderen Ländern gegenüber nun auch nicht das ich dafür nach Deutschland zurück kommen müsste. Natürlich muss ich mich dann in dem Land wo ich lebe Krankenversichern. Übrigens das mit der Altersarmut und den Schicksalsschlägen stammt nicht von mir sondern von Adeo60 , so das ich ihnen Ihre Frage nicht beantworten kann.