Sonnenschein im Mai | Bildquelle: dpa

Mai-Bilanz So warm wie 1889

Stand: 30.05.2018 15:39 Uhr

275 Stunden Sonne und ähnlich warm wie der bisherige Rekordhalter im Jahr 1889: Der Mai 2018 war außergewöhnlich warm und sonnenscheinreich. Doch auch extreme Trockenheit und teils schwere Gewitter prägten den Monat.

Nach einem überdurchschnittlich warmen April war auch der Mai 2018 außergewöhnlich warm und reich an Sonnenschein. Mit einem Temperaturdurchschnitt von 16 Grad war der Mai etwa 3,9 Grad wärmer als der Durchschnitt der Referenzperiode, bilanzierte der Deutsche Wetterdienst (DWD). Damit sei der Monat ähnlich warm gewesen wie der Mai 1889, der bisherige Rekordhalter des wärmsten Mais seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch im Vergleich zum Zeitraum 1981 bis 2010 war dieser Mai um rund drei Grad wärmer. Bereits der April war der wärmste April seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahr 1881 gewesen.

Sonnenschein im Mai | Bildquelle: dpa
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Mai extrem: Dieser Monat war außergewöhnlich warm und sonnig.

Wenig Gras und Staubwolken - die Landwirtschaft leidet unter der wochenlangen Trockenheit. | Bildquelle: dpa
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Die Schattenseite: Die Landwirtschaft leidet unter der Trockenheit.

Sonnenrekorde im Norden

Mit 275 Stunden Sonne war der Mai 2018 zudem einer der fünf sonnenscheinreichsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Er erreichte damit 140 Prozent seines Sollwerts von 196 Stunden Sonnenschein. Vor allem im Norden wurden an mehreren Stationen neue Sonnenrekorde gemessen. Dabei toppte vor allem die Ostseeküste mit teilweise mehr als 370 Stunden. Im Gebiet vom Allgäu bis zum Schwarzwald ließ sich die Sonne örtlich weniger als 180 Stunden blicken.

Dabei begann der Mai recht kühl. Am 2. Mai sank das Quecksilber in Fassberg in der Lüneburger Heide auf minus 3,8 Grad Celsius. Doch bald danach trieb die Sonne die Temperaturen auf sommerliches Niveau. Bereits am 9. Mai meldete Lingen im Emsland ein Tagesmaximum von 30 Grad. Zum Monatsende rollte schließlich eine Hitzewelle heran, die in Teilen Deutschlands weiter anhält. Mit 34,2 Grad Celsius wurde es dabei erneut in Lingen am wärmsten.

Extrem trocken und gewittrig

Doch es gab nicht nur eitel Sonnenschein. Auch teils extreme Trockenheit und teils schwere Gewitter prägten den Mai 2018. Vor allem im Norden und Osten fiel viel zu wenig Regen, teilweise nur fünf Liter pro Quadratmeter - der Sollwert beträgt 71 Liter. Andernorts kam bei schweren Gewittern durch Starkregen innerhalb von Stunden mehr als das Monats-Soll zusammen. So fielen in Bad Elster-Sohl am 24. Mai 151,8 Liter Regen pro Quadratmeter.

Rekordverdächtiges Wetter im Mai
tagesschau 20:00 Uhr, 31.05.2018, Victoria Kleber, RBB

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Regen in Massen

An manchen Orten ging die Regenmenge eines ganzen Monats nieder. Vor allem in Nordrhein-Westfalen sind die Menschen nach den heftigen Unwettern gestern mit Aufräumen beschäftigt. In der Spitze fielen im Raum Wuppertal laut Deutschem Wetterdienst (DWD) 100 Millimeter Regen, also 100 Liter auf den Quadratmeter. "Das war schon extrem und ist in der Regenmenge etwa das, was normalerweise im Laufe eines Monats fällt", sagte ein DWD-Meteorologe. Unwetter mit Starkregen zogen auch über Hessen, Niedersachsen und Bayern.

Und ein Ende der Unwetter zeichnet sich nicht ab: In den östlichen Mittelgebirgen und an den Alpen kann es laut Deutschem Wetterdienst den ganzen Mittwoch über kräftig gewittern. Auch Starkregen und Hagel sind möglich. In Berlin und Brandenburg wurde vor schweren Gewittern und Starkregen gewarnt. Mit dem Blick auf ganz Deutschland erklärte der Wetterdienst: "Es ist keine Entspannung in Sicht." Vom Nordwesten bis in den Osten und Südosten sowie lokal im Südwesten werde es teils wieder kräftige Schauer und Gewitter geben: "Es wird wieder krachen."

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Wetterextreme im Mai

Wetterextreme

Große Hitze, Gewitter, Starkregen: Ende Mai herrscht in Deutschland eine Extremwetterlage. In Bad Gandersheim in Niedersachsen wurden die Straßen überflutet. | Bildquelle: dpa

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. Mai 2018 um 15:00 Uhr.

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