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Königsteiner Schlüssel Wie die Asylbewerber verteilt werden

Stand: 06.09.2015 14:25 Uhr

Tausende Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Auf die Bundesländer verteilt werden sie nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel. Große Länder mit hohen Steuereinnahmen müssen mehr Asylbewerber aufnehmen als Stadtstaaten. Ein Überblick.

Von Ute Konrad, ARD-aktuell

Für die einzelnen Bundesländer ergeben sich daraus 2015 folgende Zahlen:

Flüchtlingsverteilung nach dem Königsteiner Schlüssel
Bundesland Prozent
Nordrhein-Westfalen 21,2 Prozent
Bayern 15,3 Prozent
Baden-Württemberg 13,0 Prozent
Niedersachsen 9,4 Prozent
Hessen 7,3 Prozent
Sachsen 5,1 Prozent
Berlin 5,0 Prozent
Rheinland-Pfalz 4,8 Prozent
Schleswig-Holstein 3,4 Prozent
Brandenburg 3,1 Prozent
Sachsen-Anhalt 2,9 Prozent
Thüringen 2,7 Prozent
Hamburg 2,5 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern 2,0 Prozent
Saarland 1,2 Prozent
Bremen 0,94 Prozent
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KOMMENTARE

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Panda123 06.09.2015 • 11:37 Uhr

Leerstehende Wohnungen miteinbeziehen?

Der Schlüssel wurde laut Bericht entworfen, um KOSTEN zu verteilen, nicht LEUTE. Ich finde es gerecht, wenn dementsprechend die KOSTEN verteilt werden. Aber wer sagt denn dass die Leute so verteilt werden müssen wie die Kosten? Es ist nämlich tatsächlich so dass die strukturschwachen Länder mehr Platz haben als z.B. Baden-Württemberg, wo kaum Gebäude leerstehen. Wieso kann nicht z.B. Baden-Württemberg die Unterbringung von Flüchtlingen in Sachsen-Anhalt bezahlen? Das käme viel günstiger. Sinnvoll wäre ein Schlüssel für Kosten - der Bestehende - und ein anderer für Leute, in den Bevölkerungsdichte, leerstehende Wohnungen, usw. eingeht.